Kommandos

Erste Lektionen: Kommandos

In Punkto Hundeerziehung ist ein wohlerzogenes, gehorsames Tier wohl das Wunschbild eines jeden Hundebesitzers. Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es viel Zeit und Geduld auf Seiten des Besitzers. Natürlich muss unser vierbeiniger Freund nicht übertrieben ausgebildet werden; auf die notwendigsten und gängigsten Kommandos sollte er jedoch trainiert sein.

Kommandos wie "Sitz", "Platz", "Komm", "Aus" und "Pfui" sollten zum Standartrepertoire eines jeden Hundes gehören, um das Zusammenleben mit dem Menschen so angenehm wie möglich zu gestalten. Natürlich ist es möglich, für die erwähnten Kommandos eigene Begriffe, wie beispielsweise "Leg dich" für "Platz" zu verwenden. Dieses liegt ganz im Ermessen des Lehrenden; es sollte jedoch immer dasselbe Kommando für eine gewünschte Verhaltensweise benutzt werden. Hunde sind von Natur aus ehrgeizig und freuen sich, wenn sie ihrem Menschen einen Dienst erweisen können. Jede Hunderasse ist dazu befähigt, einfache Kommandos schnell zu erlernen.

Komm und Sitz

Bereits im Welpenalter sollte unser vierbeiniger Freund einfache Befehle wie "Sitz" und "Komm" erlernen, um eine funktionierende Mensch-Tier-Bindung zu gewährleisten.

Spielerisch und durch positive Verstärkung kann unser Welpe an erwünschte Verhaltensweisen gewöhnt werden. Wir bedienen uns gerne der positiven Bestärkung, da sie dem Hund ohne Zwang, nur durch Erfahrung und Lob, die gewünschten Kommandos abverlangt. Dabei lernt unser Welpe, ein bestimmtes Verhalten zu zeigen und hierfür eine Belohnung zu erhalten. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Verhalten wiederholt wird erhöht sich durch die positive Verstärkung.

Eine Belohnung in Form eines gesprochenen Wortes, einer Streicheleinheit oder einem Leckerchen folgt daher auf den Fuß. Das heißt unmittelbar wenn das gewünschte Verhalten gezeigt wird, setzt die Belohnung ein. Anfangs wird diese noch jedes Mal gegeben, später nur noch unregelmäßig, um das Gelernte langfristig zu verankern. Ist das Verhalten erst einmal erlernt, so folgt in der weiteren Ausbildung nur noch die Stimmbelohnung; diese jedoch immer. Hierdurch erfolgt das Lernen völlig zwanglos und ohne jeglichen Druck.

Beispiele:

Sitz:
Um unserem Welpen das Kommando Sitz zu vermitteln, nehmen wir am besten eines seiner bevorzugten Leckerchen zur Hand. Dieses wird so über den Kopf des Welpen nach hinten geführt, dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als sich zu setzen, um an den heiß begehrten Happen zu gelangen. Beim ersten Ansatz des sich Setzens, geben wir das Kommando "Sitz" und der Welpe erhält sein Leckerchen. Durch häufiges Wiederholen lernt unser Welpe relativ schnell, das gegebene Kommando mit der soeben ausgeführten Handlung zu verbinden, um an sein Leckerchen zu kommen.

Komm:
Ebenso einfach lässt sich dem jungen Hund das Kommando "Komm" vermitteln. Beim Freilauf wird er mit dem favorisierten Leckerchen oder durch Weglaufen des Besitzers zum Kommen angeregt. Bei der ersten Änderung der Richtung auf uns zu geben wir das Kommando "Komm". Sobald er uns erreicht hat, erwartet ihn das Leckerchen mit einem ausgiebigen Lob. Häufige Wiederholungen zeigen hierbei wiederum ein schnelles Erlernen des neuen Kommandos und werden vom Welpen positiv verknüpft.
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Die Hundeerziehung zur Stubenreinheit muss frühzeitig beginnen.
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Die ersten Gehversuche unserer Welpen sollten frühzeitig beginnen.
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Eine lohnenswerte Investition - insbesondere für Hundeanfänger.


Kommentare


Elke schrieb am 02.01.2015 - 00:00 Uhr
Meine Hündin bellt bei Geräuschen aus dem Hausflur, bei Begegnungen im Hausflur und wenn jemand klingelt. 5 1/2Jahre bei ihrer vorherigen Fam. durfte sie das. Bei mir ist es unerwünschtes Verhalten ( 10-Parteien-Neubau ). Wie kann ich ihr wirksam die Beschützer-Funktion für mich abnehmen? Wie kann ich ihr beibringen, in solchen Situationen ruhig und zurückhaltend zu sein?
Maria schrieb am 20.12.2014 - 20:22 Uhr
Hallo, ich habe einen 3 Jahre alten (unkastrierten) Rüdenmix. Er kann zwar "Sitz" "Platz" und "Bleib" aber mit der Leinenführigkeit und dem Aus hapert es extrem. Kann mir wer bitte weiterhelfen? Er bellt andauernd wenn jemand an unserem Haus vorbei läuft, zerrt grundsätzlich an der Leine und rastet bei anderen Hunden immer völlig aus.
Thomas schrieb am 08.04.2013 - 16:14 Uhr
Hallo,
wie kann ich meinem 5 Jahre alten Golden Retriver beibringen, dass er ohne Leine am Fuß läuft. Sobald wir in der Natur sind, rennt er weit weg und kommt nicht zurück. Ich habe ihn erst ein paar Monaten.
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