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Hundeaugen

Die Augen unserer Hunde

Die Augen eines Hundes sind perfekte „Werkzeuge“, um auch bei schlechten Lichtverhältnissen alle sich bewegenden Objekte wahrzunehmen und erfolgreich zu jagen. Auch, wenn sich dieser Vorteil nachteilig auf das farbliche und räumliche Sehen, sowie auch auf die Sehstärke auswirkt, konnte sich unser Hund damit das Überleben sichern, als er noch selbstständig für ausreichend Nahrung sorgen musste.

Lage und Aufbau des Augapfels

In der knöchernden Augenhöhle eines Hundes befindet sich der „Bulbus oculi“, der Augapfel. Es handelt sich dabei um einen fast kugelförmigen Körper, welcher zudem mit Fett- und Bindegewebe schützend umgeben ist. Je nach Rasse und Art des Hundes liegt der Durchmesser zwischen einem bis drei Zentimeter. Ebenfalls von der Rasse abhängig ist die Position der Augen. Zwar verfügen Hunde über ein größeres Gesichtsfeld wie der Mensch, allerdings sind die Sehachsen des Hundes verschoben und diese Eigenschaft beeinträchtigt wiederum das räumliche Sehen.

Der „Corpus vitreum“ (Glaskörper) und die „Lens“ (Linse) sind im Inneren des Augapfels angesiedelt. Darauf folgen die sogenannten Augenhäute, welche sich als drei aufeinander befindliche Wandschichten darstellen. Dazu zählen jeweils die Lederhaut (äußere Haut), die Aderhaut (mittlere Haut) und die Netzhaut (innere Haut). Diese Wandschichten verfügen aufgrund verschiedener Strukturen auch über unterschiedliche Funktionen.

Die Sehschärfe eines Hundeauges

Sobald Licht auf das Auge des Hundes trifft, passiert es nicht nur die Hornhaut und die Linse, sondern auch den Glaskörper und das Kammerwasser, das sich in den Augenkammern befindet. Da sämtliche Strukturen absolut durchsichtig sind, sowie auch verschiedene Krümmungen und Dichten besitzen, brechen sich aufprallende Lichtstrahlen mehrfach. Die flexible Linse passt sich an und verändert dadurch die Brechkraft. Damit trifft das Licht gebündelt auf die Netzhaut und erzeugt ein auf dem Kopf stehendes, scharfes Abbild eines Objektes. Die flexible Anpassung der Linse, um entfernte und in der Nähe befindliche Objekte scharf abzubilden, wird als Akkommodation bezeichnet.

Die Fähigkeit zur Akkommodation ist bei einem Menschen stärker ausgeprägt, als bei Hunden. Was ein Mensch in rund zwanzig Metern scharf erkennen kann, wird für einen Hund erst bei sechs Metern Entfernung klar und scharf erkennbar. Dafür ist ein Hund jedoch in der Lage, in großer Entfernung Objekte zu erkennen, die sich in irgendeiner Form bewegen. Die Regenbogenhaut ist ebenfalls wichtig für die Sehschärfe des Hundeauges. Dieser pigmentierte, ringförmige Muskel bildet in seinem Zentrum die Pupille. Ähnlich einer Blende steuert die Regenbogenhaut durch Entspannung oder Anspannung die jeweilige Größe der Pupille und regelt auf diese Weise die einfallende Lichtmenge und damit die Sehschärfe.

Schutz des Hundeauges

Die Augen eines Hundes werden durch verschiedene helfende und schützende Eigenschaften und Bestandteile unterstützt. Damit beispielsweise der Augapfel nicht austrocknet oder durch Staub geschädigt wird, verfügt das Auge eines Hundes über ein Ober - sowie Unterlid. Durchschnittlich zehn Lidschläge verteilen die Tränenflüssigkeit gleichmäßig über den Augapfel. Zusätzlich befinden sich an der Lidkante sogenannte Meibom-Drüsen. Diese Drüsen reichern abgesonderte Tränenflüssigkeit mit Fett an und verhindern dadurch eine schnelle Verdunstung. Das dadurch entstandene Sekret wird als "Augenbutter" bezeichnet und lagert oft erkennbar in den inneren Augenwinkeln. Ein zusätzliches drittes Augenlid im inneren Augenwinkel kann sich zudem passiv über den Augapfel ziehen.

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Kommentare


günter schrieb am 16.05.2015 - 21:04 Uhr
Richtig toller Artikel aber ein Fehler: Meine Augen sind schlechter als die von Hunden!