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Allgemeine Grundlagen
Rudelführer werden

Um die Position als Rudelführer innehaben zu können, erwartet bereits ein Welpe gewisse Führungsqualitäten von uns. Es ist daher notwendig, schon den jungen Welpen gezielt und konsequent in seine Schranken zu weisen. Der Hund sollte dabei keinesfalls vermenschlicht werden, sondern als Hund behandelt und somit eine rangniedrige Position im menschlichen Rudel von uns zugewiesen bekommen. Hierin fühlt er sich wohl und wird uns in seiner Hundeempfindung bedingungslos vertrauen. Dazu muss er den Mensch als Rudelführer jedoch erkennen und akzeptieren. Eine konsequente Festlegung von Erlaubtem und Unerlaubtem ist daher sehr wichtig.

Die Festigung der Position als Leittier beginnt bereits bei der Fütterung. Es sollte vermieden werden, den Welpen vom Tisch aus zu füttern! Zum Einen zieht man einen kleinen "Bettler" heran und zum Anderen drückt das menschliche Leittier so nicht unbedingt seine überlegene Rangordnung aus; von den gesundheitlichen Schäden, die unser Welpe durch die menschlichen Nahrungsmittel erfährt mal ganz abgesehen. Der Welpe erhält sein Futter, nachdem der Mensch gegessen hat, da der Ranghöhere im Hunderudel auch als Erster essen darf. Ebenso muss der Welpe lernen, dass sein Mensch jederzeit seinen Napf berühren oder wegnehmen darf.

Um Streitigkeiten um die Lieblingsplätze zu vermeiden sollte dem Welpen, wenn überhaupt, nur nach Aufforderung erlaubt werden das Bett oder Sofa mit dem menschlichen Rudelführer zu teilen. Der Mensch ist der Rudelführer und bestimmt wann und wo er sich hinsetzen möchte. Unser Welpe erwartet eine klare Position in seinem Rudel, aber keine Gleichberechtigung. Wird ihm diese Position nicht deutlich zugewiesen, so wird er von sich aus versuchen die Position des Rudelführers zu übernehmen, was unweigerlich zu Konflikten führt.

Eine konsequente Erziehung im Welpenalter stellt somit die Grundlage für ein harmonisches und entspanntes Zusammenleben von Mensch und Hund her. Sie bildet das Fundament für die korrekte Rangordnung im Familienrudel, in dem der Mensch die Aufgabe des Leittieres übernimmt.


Kommentare

Lenny hat geschrieben:
07.12.2011 - 12:53 Uhr
Ich stimme Dieter 100% zu! Ich finde, daß JEDER der sich einen Hund anschafft, sich in erster Linie literarisch damit beschäftigen und die Psychologie und Geschichte des Hundes studieren, nur so können Mensch und Hund eine Einheit also ein "Team" werden. Schade daß doch soooo viele ahnungslose Hundehalter meinen, sie wüssten schon wie das mit der "Hundererziehung" geht...ein Hund ist ein Tier und sollte auch so behandelt werden! Dieter mein Kompliment an Dich :) freut mich immer wenn ich auf Hundebesitzer stoße die Ahnung von Hundeerziehung haben und an den Rest, tja da habe ich nur Mitleid mit den Hunden :(
esen isabell hat geschrieben:
01.09.2011 - 16:34 Uhr
des geht ja mal gar nicht, mensch und hund sollten als team zusammen agieren und nicht einander "unterdrücken" ich frag mich sowieso wie sowas aufkommen kann das man rudel in einer familie bildet des is total schwachsinn und das der hund sich unterordnen muss auch, das leben mit einem hund basiert auf vertrauen und nicht auf rangordnung oder sonst was des is meine meinung
Tags: austrailian shepherd, border collie, golden redriver

Dieter hat geschrieben:
19.01.2011 - 13:34 Uhr
Ich kann die Meinung von Marr un Regine nicht teilen. Natürlich versucht der Hund immer wieder einmal die Rudelführung zu übernehmen. Doch leider sind ganz viele Hundebesitzer der Meinung wie meine Vorschreiber und deswegen gibt es auch sooooo viele schlecht erzogene Hunde. Wie schade!!!!
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