Auf Platz 10 der intelligentesten Hunderassen befindet sich der Australian Cattle Dog, der auch Heeler genannt wird. Dies ist die australische Bezeichnung für Schäferhund. Dementsprechend stammt er, wie sein Name bereits mitteilt, aus Australien. Dort wurde er speziell für die Treibarbeit bei Kühen gezüchtet.
Seine Erziehung muss sehr konsequent, aber auch gerecht sein. So werden mögliche Gefahren schweren Fehlverhaltens vermieden. Die Erziehung darf jedoch nicht zu streng sein, denn der ACD ist dafür bekannt, dass er sich nichts aufzwingen lässt. Liebe und Konsequenz sind dagegen die Schlüsselwörter. Aufgrund seiner Gelehrigkeit, lässt er sich bei einer guten Erziehung nahezu überallhin mitnehmen und man hat ihn auch ohne Leine bestens unter Kontrolle. Tritt während der Erziehung Fehlverhalten auf, muss eine Strafe umgehend erfolgen. Andernfalls erkennt der Hund sein Fehlverhalten nicht. Außerdem muss dafür gesorgt werden, dass er den „Rudelführer“ in Form seines Herrchens erkennt und respektiert. Schwierig ist er des Öfteren im Umgang mit anderen Hunden und geht gern auf Kampfforderungen ein. Das nötige Maß an Sozialisierung in der Welpenzeit sollte dies jedoch verhindern.
Zudem ist der ACD außerordentlich intelligent, lässt sich sehr variabel ausbilden und benötigt ausreichend psychische und physische Auslastung. Seine Auffassungsgabe ist besonders hoch und er lernt sehr schnell, neue Aufgaben auszuführen, quasi ein absolutes Multitalent mit sehr eigenständigem Denkvermögen. Der Halter sollte jedoch sehr ausdauernd sein und ein großes Durchsetzungsvermögen besitzen. Aufgrund seines Eifers und seiner Energie ist der ACD ein klassischer Workaholic unter den Hunden. Besonders als Familienhund muss er viel beschäftigt werden. Daher sind neben Spaziergängen viele Hundesportarten besonders gut, wie etwa Turnierhundesport oder klassischer Ausdauersport. Trotz dieser optimalen Gelehrigkeit muss auch hier darauf geachtet werden, dass der Hund richtig motiviert wird. Und zwar so, dass er den Eindruck hat, es sei seine Idee gewesen. Denn blind gehorchen tut er nicht. Meistert er eine Aufgabe erfolgreich, erwartet er sofortige Bestätigung. Daher sollte auf eine Belohnung nach jeder neu erlernten Aufgabe oder einem Befehl geachtet werden.
Erfahrung im Umgang mit Hunden ist somit für die Haltung eines Australian Cattle Dogs absolut notwendig! Denn Anfänger werden mit ihm gnadenlos überfordert sein. Wer den Australian Cattle Dog jedoch ausreichend fördert, trifft die richtige Wahl.