Das Ohr ist eines der wichtigsten Sinnesorgane des Hundes. Von Geburt an ist dieses schon vollständig ausgeprägt und nimmt Töne in Frequenzbereichen wahr, die vom Menschen nicht annähernd gehört werden können.
Zum Vergleich: Der Frequenzbereich des menschlichen Ohrs fängt bei 16 Hertz an und reicht bis maximal 20.000 Hertz. Das Frequenzspektrum des Hundes reicht bis etwa 50.000 Hertz. Hunde sind dadurch in der Lage sehr hohe Töne zu erkennen und diese durch ihre flexiblen Ohrmuscheln exakt zu lokalisieren. Dieser hochentwickelte Gehörsinn verleiht Hunden die Fähigkeit Tonquellen auch im Hochfrequenzbereich zu perzipieren. Zudem können sie, wie auch die Elefanten, Frequenzen des Infraschalls bis zu zwei Hertz wahrnehmen.
Nicht nur wegen des größeren Frequenzbereiches ist der Hund dem Menschen weit überlegen, sondern auch bezüglich der Ortung von Tonquellen. Das hängt mit der beweglichen Ohrmuschel zusammen, die durch 17 verschiedene Ohrmuskeln gesteuert wird. Dadurch ist der Vierbeiner in der Lage dreidimensional zu hören. Mitunter fungiert das Ohr auch als passives Kommunikationsmittel. Es ist sogenannter Signalgeber, der den Gemütszustand eines Hundes signalisiert.
Dieses hochentwickelte Sinnesorgan bedarf bei einigen
Hunderassen spezieller Pflege, um Entzündungen prophylaktisch entgegenzuwirken. Durch starken Haarwuchs einiger
Rassen kann es schnell zu einer Verstopfung des Gehörgangs kommen. Hier ist auf regelmäßiges Schneiden zu achten, da sonst der Ohrenschmalz nicht mehr nach außen befördert werden kann und keine Luft in den Gehörgang eindringt. Hierbei kann es zu gefährlichen Pilzinfektionen kommen die das Organ dauerhaft beschädigen können. Die Behandlung sollte regelmäßig von einem Tierarzt durchgeführt werden.