Was bedeutet Kastration?
In der Tiermedizin werden heutzutage fast ausschließlich Kastrationen durchgeführt. Durch die Kastration sollen der Geschlechtstrieb und alle damit verbundenen unangenehmen Nebenerscheinungen, wie z.B. aggressives Verhalten, ausgeschaltet werden.
Hierzu werden bei Hündinnen die Eierstöcke und manchmal die Gebärmutter operativ entfernt. Dies sollte im Idealfall vor der ersten Läufigkeit passieren. Bei Rüden werden die Hoden entfernt und somit der Geschlechtstrieb unterbunden.
Medizinisch wichtige Aspekte begleiten die Kastration: So kann bei der Hündin durch frühzeitiges Kastrieren das Risiko eines Gesäugetumors minimiert und das Auftreten von Scheinschwangerschaften vermieden werden. Beim Rüden soll durch die Kastration Hodentumoren und Prostataerkrankungen vorgebeugt werden.
Laut Gesetz ist das Kastrieren eines Hundes nur aufgrund des Wunsches des Besitzers nicht gerechtfertigt. Liegen keine medizinischen Gründe zur Kastration vor, fällt die Kastration unter das Tierschutzgesetzt und damit unter das in §6 genannte Amputationsverbot. Eine Kastration aus Bequemlichkeit des Besitzers ist demnach illegal!