Marburg. - Ein Streit über das Anleinen von Hunden endete jetzt vor Gericht. Vor gut einem Jahr begegneten ein Arzt und seine Familie beim Spazierengehen einer 38-jährigen Hundebesitzerin. Der Mediziner forderte sie auf, die beiden Möpse anzuleinen. Als sie sich weigerte, habe der Mann nach Aussagen der Altenpflegerin ihren rechten Arm gepackt, ihn auf den Rücken gedreht und sie so auf die Knie gezwungen. Außerdem habe er ihre zweijährige Hündin so fest getreten, dass sie durch die Luft geflogen sei. Der Angeklagte schilderte die Situation ganz anders. Seinen Angaben zufolge seien die Hunde kläffend und bellend auf seine damals vierjährige Tochter zu gerannt. Das Mädchen habe Panik bekommen und zu schreien angefangen. Seit einer Begegnung als Kleinkind mit einem Dobermann habe sie nämlich große Angst vor Hunden. Nachdem sich die Hundebesitzerin in Widersprüche verwickelte, sprach das Gericht den Angeklagten nach Anhörung zweier weiterer Zeugen frei.