Nach 33 Jahren wird am 6. Dezember 2008 die letzte Sendung "Herrchen gesucht" laufen. Die Sendung war lange Zeit eine feste Größe des Deutschen Fernsehens.
Gegen die Einstellung hatten sich zahlreiche Tierschützer und Zuschauer des regionalen Fernsehens massiv geäußert. Auch die über 10000 gesammelten Unterschriften und die Demonstrationen der Tierschützer halfen nichts. Mit durchschnittlichen 3,9 Prozent Zuschauern im Jahr 2008 waren die Einschaltquoten dem Hessischen Rundfunk, wo die Sendung noch läuft, wohl zu niedrig.
Im Jahre 1975 hatte die Sendung zunächst als Lückenfüller begonnen. Im Laufe der Zeit hatte sie einen derartig großen Zuspruch erlangt, dass andere Sender mit ähnlichen Formaten nachzogen. Der Erfolg sprach für sich, denn weit über 10000 Tiere wurden in der Sendung vermittelt. Das Konzept war einzigartig, Tiere wurden in der Sendung vorgestellt und telefonisch teils noch zur Sendezeit vermittelt. Gemeldet hatten sich vor allem lokale Tierheime.
Von Beginn an wurde die Sendung bis 2005 von Barbara Siehl moderiert, sie wurde zum Markenzeichen der Sendung. Nachfolgerin wurde Miriam Deforth.
Mehrmalige Versuche, die Sendung in quotenarmen Zeiten auf andere Sendeplätze zu legen scheiterten.
Diese Unruhe bedeutete immer weniger Zuschauer, denn die waren die Zeit am Samstag um 18.20 Uhr gewohnt. Viele Zuschauer wechselten auch zu den Tierdokus der Öffentlich-Rechtlichen Sender, die aber keine Tiere vermitteln.
Es stellt sich jetzt die Frage, auf welche Weise man den vielen Tieren aus den Heimen ein neues Heim bescheren kann. Denn eine ähnliche Plattform ist schwer zu finden.