
Der Sommer hat noch gar nicht richtig begonnen und schon mussten einige Vierbeiner die Unachtsamkeit ihrer zweibeinigen Besitzer mit dem Leben bezahlen.
Die Rede ist von Hunden, die in Autos saßen, welche in der Sonne geparkt waren.
Hunde leiden unter der Hitze ganz besonders, da sie über keine Schweißdrüsen verfügen und nur über die Zunge und einem Teil der Pfoten schwitzen können.
Judith Schmalzl, von der Tierschutzorganisation aktion tier – Menschen für Tiere e.V. in München: „Obwohl jedes Jahr darauf hingewiesen wird, unterschätzen viele Autobesitzer, die gewohnt oder gezwungen sind, ihren treuen Gefährten überall hin mit zu nehmen, die Temperaturentwicklung in einem geschlossenen PKW, der nicht im Schatten geparkt ist. Selbst wenn das Autofenster einen Spalt geöffnet ist, reicht dies nicht um die nötige Luftzirkulation herzustellen.“ Bei Außentemperaturen von 20–25° C , wie sie derzeit herrschen, kann sich das Wageninnere schnell auf 60–80 °C aufheizen. Bei den Hunden kommt es dann relativ schnell zu Sauerstoffmangel, Kreislaufbeschwerden oder Übelkeit, im schlimmsten Fall stirbt das Tier elendig.
Häufig wird auch nicht darauf geachtet, dass die Sonne wandert. Gerade eben hat man noch einen kühlen Schattenparkplatz erwischt, schon steht der PKW in den nächsten Minuten in der prallen Sonne.
Aber auch in Parkhäusern droht den Vierbeinern Gefahr. Hohe Außentemperaturen in Kombination mit der Feuchtigkeit lassen ein fast tropisches Klima entstehen und führen bei den Tieren zum Kollaps.
aktion tier bittet alle Hundehalter eindringlich, in den Sommermonaten die Hunde unter keinen Umständen länger als 10 min. im Auto zurückzulassen.
Auch sollten alle, die einen Hund im Auto bemerken, welches in der prallen Sonne steht, kurz zu warten und wenn nicht alsbald der Hundehalter auftaucht, dann unverzüglich den Polizeinotruf 110 wählen. Die Polizei wird dann, je nach erkennbar werdendem Zustand des Hundes, das Auto aufbrechen und das Tier befreien.