
Bodenmais. - Glück im Unglück hatte die siebenjährige Nina. Die Mischlingshündin hatte beim Gassigehen in Hochbruck ein hochwirksames Gift aufgenommen. Weil die Regener Tierärztin Karola Wach Wochenenddienst hatte, aufgrund der Symptome, Herzrasen und Muskellähmungen, auf eine Vergiftung mit einem Phosphorsäure-Ester tippte und Nina sofort das rettende Gegenmittel Atropin spritzte, kamen Hund und Frauchen mit dem Schrecken davon. Die früher als Pflanzenschutzmittel verwendeten Mittel wurden zwar von der Weltgesundheitsorganisation WHO verboten, sind aber leider trotzdem immer noch zu bekommen. Das Gebiet um Bodenmais scheint für Hunde derzeit ein gefährliches Terrain zu sein. Bereits im November war in Hochdorf ein Schäferhund innerhalb weniger Minuten gestorben. Er zeigte die gleichen Symptome wie Nina. „Wenn ein Hund ein mit Phosphorsäureester versetztes Stück Fleisch frisst, dann ist das kein tragischer Zufall, das Gift wurde mit Absicht ausgelegt, erklärte Karola Wach der örtlichen Presse. Der Vorfall weckte in Ninas Besitzerin Hannelore Derksen traurige Erinnerungen. 1999 war Ninas Vorgänger, ein Dackel, an vergifteten Reh-Innereien gestorben.