
Berlin (ddp). Wohnen Hund und Katze unter einem Dach und machen sich bei ihnen Flöhe breit, gilt für die Halter äußerste Vorsicht. Denn permethrinhaltige Floh- oder Zeckenmittel für den Hund bedeuten für Katzen Lebensgefahr, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Berlin (BLV) mitteilt. Demnach vergifteten sich in den vergangenen zwei Jahren in Deutschland 50 Katzen, die Hälfte starb. Gemieden werden sollten insbesondere
so genannte Spot-on-Präparate mit einer erhöhten Konzentration des Wirkstoffs, die auf Schulter und Nacken von Hunden geträufelt werden. Hat sich eine Samtpfote vergiftet, treten typische Symptome auf: Die Katze zittert, hat starken Speichelfluss, Durchfall, Fieber oder Untertemperatur, Krämpfe oder Atemnot und erbricht sich. Diese Anzeichen treten jedoch erst bis zu drei Tage nach dem Hautkontakt auf. Als Erste-Hilfe-Maßnahme sollte das Tier mit einem milden Shampoo gründlich gewaschen werden. Hat die Katze das Präparat jedoch mit der Zunge aufgenommen, treten die Vergiftungserscheinungen schon nach einigen Minuten auf. In jedem Fall sollte ein Tierarzt aufgesucht werden. Die Verpackungen der Präparate tragen meist ein Symbol, das auf die Gefahr für Katzen hinweist. Da jedoch einzelne Ampullen ohne Umverpackung verkauft werden, bleiben viele Halter ungewarnt. (ddp)