Cockerpoo: Ein Ratgeber für angehende Halter

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In das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit trat der Cockerpoo wohl erstmals in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Einige der Hunde der beliebten “Benji”-Filmreihe waren Cockerpoos. Bis heute erfreut sich die Rasse zunehmender Beliebtheit, gelten die Tiere doch beispielsweise als ausgesprochen pflegeleicht, sind als Familienhunde geeignet und können auch für Therapie-Zwecke eingesetzt werden. Angehende Halter von Cockerpoos sollten jedoch doch einige Dinge wissen.

Cockerpoos sind Designhunde

Cockerpoos werden seit den 1950er Jahren in den USA gezüchtet. Es handelt sich um sogenannte Hybrid- bzw. Designhunde. Dies bedeutet, dass bewusst zwei anderen reinrassige Tiere gekreuzt werden, um die besten Eigenschaften der Rassen auf einen neuen Hund zu übertragen. Konkret handelt es sich um amerikanische oder englische Cockerspaniel sowie um Pudel. Cockerpoos werden so im Durchschnitt 25 bis 40 cm groß und wiegen sechs bis zwölf Kilogramm. Sie haben eine Lebenserwartung von 14 bis zu 18 Jahren. Sie werden nur ausgesprochen selten krank. Zudem verlieren sie nur wenig Fell, weshalb beispielsweise nicht oft gesaugt werden muss.

Wesen und Charakter der Cockerpoos: Darauf müssen sich neue Halter einstellen

Cockerpoos sind ausgesprochen liebenswert und schätzen die Gesellschaft von Menschen sehr. Sie sind ausgesprochen zärtlich zu Kindern, älteren Menschen sowie Personen mit Behinderung. Durch ihre vergleichbar kleine Größe lassen sie sich bequem auf den Schoss nehmen und genießen hier lange Streicheleineinheiten. Cockerpoos sind deshalb hervorragende Familienhunde und eignen sich für unterschiedliche Therapie-Einsätze. Dabei helfen sie insbesondere bei psychischen Problemen wie Depressionen besonders gut.

Cockerpoos sind allgemein sehr wiss- und lernbegierig. Dies kann sich als Fluch und Segen zugleich erweisen. Die Hunde lassen sich beispielsweise verhältnismäßig einfach erziehen, da sie große Freude an diesen Übungen haben. Auf der anderen Seite sind die Tiere aber auch ausgesprochen neugierig. Insbesondere, wenn man sie freilaufen lässt, sollte man deshalb stets ein Auge auf die Cockerpoos haben, damit diese nicht zu weit vorauslaufen oder zu sehr zurückbleiben.

Es handelt sich bei diesen Hunden um keine reinrassigen Tiere. Es gab zwar immer wieder die Versuche, reinrassige Cockerpoos zu züchten, doch wurden diese Ansätze bislang blockiert. Die Züchterverbände der Cockerspaniel und der Pudel legten ihr Veto ein. Belastbar vorhersagen lässt sich der Charakter eines Cockerpoos deshalb nicht. Einige der Tiere sind beispielsweise misstrauisch und teilweise aggressiv gegenüber Fremden.

Haltung: Cockerpoos sollten Hundesport machen

Wer sich für Cockerpoos interessiert, sollte wissen, dass diese Tiere viel Bewegung benötigen. Keinesfalls dürfen sie in einem Zwinger gehalten oder nur gelegentlich in den Garten gelassen werden. Es handelt sich um Hunde, die Bewegungen lieben. Neben regelmäßigen Spaziergängen ist deshalb Hundesport ratsam. Disziplinen wie Obedience, Dogdance oder Agility fordern das Tier, kommen zu seiner Lernbegier entgegen und machen auch dem Besitzer in der Regel großen Spaß. Zudem festigen sie das Band zwischen Tier und Mensch weiter.

Pflege

Beim Fell der Cockerpoos kommt deutlich der Pudel durch. Es wächst sehr schnell und muss aus diesem Grund in regelmäßigen Abständen gekürzt und gebürstet werden. Andernfalls neigt es zum Verfilzen. Es ist ratsam, damit bereits im Welpenalter zu beginnen, um das Tier so bereits frühzeitig an die Pflege zu gewöhnen.

Ein abschließender Tipp

Leider leiden sowohl Pudel wie auch Cockerspaniel häufig unter dem “Luxating Patellas”-Syndrom (“loses Knie”). Sie geben es oft an ihre Kinder weiter. Vor der Anschaffung (bzw. am besten vor der Züchtung) eines Cockerpoos sollten die Eltern deshalb entsprechend untersucht werden.

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