Herrchen und Hund: Nicht nur optisch ein Dreamteam

   Herrchen und Hund: Nicht nur optisch ein Dreamteam

Es ist immer wieder verblüffend, wie Hund und Mensch sich finden, sich in ihren Eigenschaften ähneln oder gar anpassen. Dem Hundebesitzer selbst fällt das vielleicht nicht so auf, aber wer bei einem Spaziergang die unterschiedlichen Konstellationen zwischen Mensch und Tier beobachtet, könnte am Ende doch das Fazit ziehen, an der These „Mensch und Tier nähern sich optisch einander an“ etwas dran ist. Allerdings spielen auch andere Faktoren bei der Entscheidung mit, welcher Hund in die Familie oder den Singlehaushalt einziehen wird. Die Größe der Wohnung, das private Umfeld und die Sportlichkeit des zukünftigen Tierhalters sind wichtige Kriterien.

Auch Hunde haben ihre speziellen Vorzüge und Eigenschaften, die bei der Auswahl berücksichtigt werden. Welcher Hund nun tatsächlich zu einem passt, kann jeder hier im Quiz herausfinden. Auf jeden Fall ist es der Anfang einer wunderschönen Freundschaft, die für beide Seiten große Vorteile mit sich bringt. Harmoniebedürftige Menschen genießen je nach Größe und Temperament des Tieres den Kuschelfaktor und sind täglich an der frischen Luft unterwegs. Außerdem sind Hunde sehr treue und wachsame Zeitgenossen, deren bloße Anwesenheit bereits eine beruhigende Wirkung hat.

Herrchen und Hund: Nicht nur optisch ein DreamteamMensch und Hund – Ähnlichkeit oder nicht?

Das Phänomen der Anpassung ist nicht nur bei Mensch und Tier zu beobachten, sondern auch zwischen Partnern. Bei Langzeit-Paaren macht das an Punkten wie Aussehen wie beispielsweise Frisur oder einem bestimmten Verhalten ebenfalls deutlich. Bei einem Vergleich von Fotos zahlreicher Hundebesitzer und ihren vierbeinigen Freunden zeigten sich teils frappierende Ähnlichkeiten. Nicht nur die Frisur, sondern auch anhand der Augen, dem Blick oder der Mimik zeigen sich deutliche Ähnlichkeiten.

Amerikanische Psychologen gehen davon aus, dass Menschen bei der Hundewahl auf Tiere reagieren, die ihnen ähnlich sind. Besonders bei reinrassigen Hunden gelingt die Zuordnung deutlich leichter als bei Mischlingen. Dabei ist es unerheblich, ob sich Hund und Mensch schon länger kennen. Die Suche und damit die Entscheidung für ein Alter Ego scheinen demnach bereits vor dem Kauf des neuen Mitbewohners zu fallen.
 

Die Macht der Gewohnheiten

Die Ähnlichkeit beschränkt sich mitunter nicht nur auf das Äußere, sondern zeigt sich auch bei anderen Aspekten. Bei einem ersten Date mit einem potentiellen Partner beginnt man, oftmals unbewusst, die Gestik oder das Körperhaltung zu imitieren. Diesen Vorgang bezeichnen Psychologen als Spiegeln. Dieses Verhalten wurde mittlerweile auch bei Hunden nachgewiesen. Wer also bei der Erziehung seines Hundes mit Ruhe und Souveränität vorgeht, wird auch den Hund deutlich ruhiger erleben. Anders als der Mensch denkt ein Hund jedoch nicht darüber nach, was er tut oder wie er sich verhält. Er ist nicht in der Lage sein Verhalten emotional zu steuern, sondern reagiert entsprechend seiner Art.

Gleich und gleich gesellt sich gern. Das Spiegeln kann auch gegenteilig erfolgen. Zeigt ein Hund durch sein Verhalten Angst, wird auch die Körpersprache seines Besitzers zögerlicher. Wer dann seinen Hund aus einem Schutzbedürfnis heraus hochnimmt, startet einen Teufelskreis. Bei einer nächsten Situation, in der es beim Hund zu einem Gefühl der Unsicherheit kommt, wird er sich an das Hochnehmen erinnern. Viele Verhaltensfehler von Hunden entstehen tatsächlich durch ein unbewusstes Fehlverhalten oder eine Reaktion seines Besitzers. Also lieber dem Hund signalisieren, dass man sich die mögliche Gefahr klärt und alles im Griff hat und so verhindern, dass man einen ängstlichen Hund heranzieht.

Kleine Kunststücke, auf die Hundebesitzer nach dem gelungenen Experiment so stolz sind, können im Alltag fatale Folgen haben. Wer seinem Hund lehrt, zu bellen, wenn es läutet, darf sich nicht wundern, wenn das im Laufe der Zeit zu einer Zerreißprobe für die Nerven werden kann. Das Verbellen von Motorrädern könnte durchaus damit zusammenhängen, dass die Besitzer selbst jedes Mal wütend am Gartenzaun stehen und sich über die vermeintlichen Raser beschweren. Es ist faszinierend, wie viel unseres Alltags bei der Erziehung des Hundes mitspielt, das nicht unmittelbar von Bedeutung zu sein scheint.

Soziale Bindungen und Freundschaft zwischen Mensch und Tier

Die Gründe einen Hund in den Haushalt zu nehmen sind vielfältig. Sei es, um nicht allein zu sein, den Kindern Verantwortung zu übertragen oder sportlich aktiver werden zu wollen. Vor allem ist der Hund ungebrochen eines der liebsten Haustiere der Deutschen. Über sechs Millionen Hunde leben in Deutschland. Jeder zehnte deutsche Haushalt hat einen Hund. Knapp 70 Prozent der Hunde sind reinrassig, allen voran der Deutsche Schäferhund, der der beliebteste Hund ist neben Terrier und Retriever. Die Wichtigkeit von sozialem Zusammenleben mit Hunden zeigt sich an der Zunahme von Therapiehunden, die in Senioreneinrichtungen, Schulen und psychiatrischen Einrichtungen eingesetzt werden. Bei Patienten mit Demenz oder Alzheimer zeigen sich Verbesserungen durch den Kontakt mit dem Kuschelhund, der regelmäßig auf Besuch kommt.

Wie zwischen Mutter und Kind, entsteht auch zwischen dem Hundebesitzer und seinem Haustier eine Bindung, die Emotionalität und Nähe zulässt. Hütehunde sind wie Herdenschutzhunde darauf trainiert, auf ihre Schutzbefohlenen aufzupassen. Der Malteser oder der Golden Retriever zeigt seine Zuneigung, zu den Menschen, die ihm wichtig sind, während Rottweiler zwar bindungsfähig sind, aber durchaus eigenständig und unabhängig agieren. Der Dackel ist eigentlich ein Jagdhund, was seinen oftmals sturen und eigenwillig wirkenden Charakter erklärt. Dennoch ist er bei vielen ein sehr beliebtes Haustier. Viele Gründe also, sich bei der Wahl des passenden Hundes Zeit zu lassen und diese mit Sorgfalt zu treffen. Schließlich ist ein Hund in erster Linie kein Kuscheltier, sondern durchaus ein Wesen mit einer eigenen Persönlichkeit und Bedürfnissen. Die artgerechte Haltung fördert die Beziehung zwischen Hund und Besitzer und je sicherer diese Beziehung wächst, desto deutlicher zeigt sich das im ausgeglichenen Verhalten des Tieres.

Die Liebe zum Hund sollte jedoch nicht den Rahmen sprengen. Wer gerne isst, tut seinem vierbeinigen Liebling nichts Gutes, wenn er ihm ebenso den Futternapf täglich auffüllt und sich am Ende wundert, warum der Tierarzt sich um den gesundheitlichen Zustand des Tieres sorgt. Scheue Hunde brauchen Selbstvertrauen. Allerdings sollte man sein Verhalten nicht bestätigen wie ihn zu streicheln, wenn ein Besucher kommt, der den Hund Angst ängstigt. Besser ignorieren und ihm anders das Gefühl von Sicherheit zukommen lassen. Ein starker Partner an der Seite eines Hundes tut Not. Das wird mit dem sicheren Auftreten sowie mit einer festen, beruhigenden Stimme signalisiert.

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