Hunde baden – Infos und Tipps

   Hunde baden - Infos und Tipps

Ist der Hund nach ausgiebigem Wälzen in Kuhmist oder Schlamm stark verschmutzt, reichen feuchte Lappen, Kamm und Bürste zur Beseitigung von Schmutz und Geruch nicht mehr aus. Eine reinigende Dusche oder ein Bad ist dann unumgänglich. Damit die Schaumparty für Hund und Mensch zum feucht fröhlichen Vergnügen wird, lohnt es sich, folgende Hinweise zu beachten:

Wie oft darf ein Hund baden?

Obwohl Hunde ihre Fellprobleme grundsätzlich selbst lösen können und niemals freiwillig baden würden, ist es bei Fellnasen, die in der Wohnung gehalten werden, von Zeit zu Zeit aus hygienischen unerlässlich, Schmutz und unangenehme Gerüche mittels Wasser und einem milden Hundeshampoo zu entfernen. Doch bitte nicht übertreiben! Sowohl bei kurzhaarigen als auch bei langhaarigen Hunden sind Haut und Fell durch eine natürlichen Schutzfilm geschützt, der durch zu häufiges Baden zerstört werden kann. Experten empfehlen deshalb, Hunde maximal zweimal im Monat zu baden. Für die tägliche Pflege oder die schnelle Reinigung zwischendurch empfehlen sich spezielle Puder, Trockenshampoos und Pflegetücher.

Welche Utensilien werden zum Baden benötigt?

  1. Hundeshampoo: Bitte niemals Shampoo für Menschen verwenden! Es kann zur Zerstörung der natürlichen Schutzschicht, Hautirritationen und Allergien führen.
  2. Pflegespülung: Speziell für langhaarige Vierbeiner empfiehlt sich eine spezielle Haarspülung für Hunde. Nach deren Anwendung lässt sich das Fell leichter entwirren und es glänzt mehr.
  3. Antirutschmatte: Eine handelsübliche Gummimatte in der Badewanne gibt dem Hund Sicherheit und sorgt dafür, dass er sich nicht verletzt.
  4. Großes Frottiertuch und Hundebademantel: Nach dem Bad muss der Hund sorgfältig trocken gerubbelt werden. Um ihm vor dem Kämmen und Föhnen eine Pause zu gönnen, ist das Einwickeln in einen entsprechend großen Bademantel aus dem Fachhandel sinnvoll. Er vermittelt dem Vierbeiner Geborgenheit und verhindert Unterkühlung. Kleine Hunde und kurzhaarige Exemplare können in ihrem Mäntelchen sogar fertigtrocken.
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  5. Bürsten, Kämme, Pflegehandschuhe: Je nach Rasse lassen sich mit diesen Utensilien alle erforderlichen Fellpflege-Aktionen erledigen.
  6. Haartrockner mit Temperaturregelung und verschiedenen Geschwindigkeitsstufen.

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen

  • Vor dem Baden bitte groben Schmutz und loses Fell gründlich trocken ausbürsten.
  • Da Hunde gegenüber Zugluft sehr empfindlich sind, sollten alle Fenster geschlossen sein.
  • Bevor der Hund in die Badewanne gehoben wird, müssen alle Utensilien griffbereit liegen.
  • Unerfahrene und große Hunde lassen sich leichter baden, wenn zwei Personen anwesend sind. Während eine Person sanft festhält, beruhigt und lobt, kann die zweite den Körper des Tieres waschen.
  • Die optimale Wassertemperatur beträgt 35 °C (handwarm).
  • Die Innenseiten der Ohren sollten unbedingt trocken bleiben.
  • Nach dem Shampoonieren gründlich abspülen!
  • Bitte niemals zu heiß föhnen!
  • Nach dem Trocknen des Fells darf der Hund nicht sofort ins Freie. Er sollte sich mindestens ein bis zwei Stunden im Haus akklimatisieren.

Ab wann dürfen Welpen baden?

Um die Schutzfunktion der Haut nicht zu schädigen, dürfen Welpen frühestens mit drei Monaten ins kühle Nass. Doch auch dann gilt: So wenig wie möglich, nur so oft wie unbedingt nötig! Für die Entwicklung der natürlichen Schutzschicht ist es besser, junge Hunde lieber gründlich zu bürsten.

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