Hunde für Allergiker

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Hunde sind beliebte Haustiere und das gerade für Familien mit Kindern, Paare, die keine Kinder wollen oder bekommen können oder auch für Einzelpersonen, die ein wenig Gesellschaft wünschen. Der Hund ist der beste Freund des Menschen und bereichert so das Zusammenleben ungemein. Doch was, wenn Ihr, Euer Partner oder auch Eure Kinder absolute Hundefreunde seid, aber einer in der Familie allergisch auf Hundehaare reagiert? Platzt dann der Traum, sich einen vierbeinigen Freund anzuschaffen oder muss der, der bereits mit im Haushalt lebt, gar abgeschafft werden? Dies wäre ein schwerer Schritt, der aber gar nicht sein muss. Denn auch mit einer Hundehaarallergie könnt Ihr Euren vierbeinigen Liebling behalten oder Euch einen anschaffen.

Was ist eigentlich eine Hundehaarallergie?
Fälschlicherweise wurde in den letzten Jahren immer angenommen, die Allergie würde durch die Hundehaare ausgelöst. Das ist jedoch nur bedingt richtig. Die meisten Menschen reagieren allergisch auf den Urin oder den Speichel des Hundes, der durch das Lecken der Haare darauf verteilt wird. Fallen diese nun aus oder wird der Hund gestreichelt, reagiert der Allergiker nicht direkt auf die Haare, sondern auf die darauf befindlichen Substanzen. Aber es gibt durchaus auch Allergiker, die auf die Haare direkt reagieren. Habt Ihr nun bereits einen Hund in der Familie und ein Familienmitglied reagiert plötzlich auf die Haare des Hundes, braucht Ihr den Hund nicht direkt abgeben. Vielmehr könnt Ihr vorher alle anderen Möglichkeiten ausloten. Handelt es sich um eine leichte Allergie, kann es schon nützen, dass der Hund sich nicht mehr in den Schlafräumen und auf dem Sofa aufhalten darf. Der Teppich sollte dann täglich gesaugt und ein Boden täglich gewischt werden. Wenn nötig solltet Ihr, damit Euer vierbeiniger Liebling weiter bei Euch wohnen kann, auch alle staubauslösenden Luft-Verwirbelungen vermeiden. So kann es helfen, den Teppich durch Laminat zu ersetzen und die Gardinen abzunehmen. Auch der Gang zum Allergologen kann hilfreich sein, denn dieser kann die Stoffe, auf die allergisch reagiert wird, austesten und entsprechende Medikamente verabreichen.

Ein neuer Hund zieht ein, trotz Allergie eines Familienmitgliedes
Wenn Ihr noch keinen Hund besitzt, Euch aber einen trotz der Hundehaarallergie eines Familienmitgliedes wünscht, dann gibt es auch eine Lösung. Denn in den letzten Jahren wurden immer mehr sogenannte Allergikerhunde gezüchtet, die aus verschiedenen Hunderassen gekreuzt wurden. Hierzu gehören zum Beispiel der Goldendoodle oder der Labradoodle. So ist der Labradoodle eine Kreuzung aus Labrador und Pudel und der Goldendoodle eine Kreuzung aus Golden Retriever und Pudel. Beide neu gezüchteten Hundearten sind die idealen Familienhunde, da sie gelehrig, verspielt, kinderlieb und auch wachsam sind. Wichtig ist, wenn Ihr Euch für einen Hund trotz eines Allergikers in der Familie entscheidet, dass dieser besonders gut erzogen wird, denn der Hund muss in einer Familie mit Allergikern wissen, welche Räume er betreten darf und bei wem er Abstand halten soll. Hier kann man sich die Gelehrigkeit der oben genannten Rassen zu Nutze machen.

Immer noch weit verbreitet ist die Annahme, dass nur Hunde mit langen Haaren die Allergien der Menschen fördern. Dies ist jedoch nicht der Fall. Denn wollt Ihr Euch trotz der Allergie für einen kleinen Hund entscheiden, dann sind der Malteser oder auch der Yorkshire Terrier eine gute Wahl. Denn trotz der langen Haare verlieren diese Rassen kaum welche, da sie kein Unterfell besitzen.

Tipps zur Verminderung der Allergene in der Wohnung

  • regelmäßiges und gründliches Lüften aller Räume
  • Teppiche durch Böden ersetzen, die feucht gewischt werden können
  • Schlafbereiche hundefrei halten
  • den vierbeinigen Liebling gut erziehen, damit er weiß, welche Räume und/oder Personen er meiden soll
  • nach dem Kontakt mit dem vierbeinigen Freund sofortiges Händewaschen
  • starke Staubsauger mit sogenanntem HEPA-Filter für Allergiker nutzen
  • in diesem besonderen Fall den Hund regelmäßig mit einem Spezial-Hundeshampoo für Allergiker waschen

Tipps für den Allergiker

  • das Immunsystem stärken
  • mit dem Rauchen aufhören
  • den Säure-Basen-Haushalt des Körpers testen lassen
  • einen Allergologen aufsuchen und genauen Allergieauslöser testen lassen

 

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