Hundezucht vs. Vermehrung: Wieso Hobbyhalter nicht züchten sollten!

   Ein gesunder Hund - besser für alle Beteiligten

Hunde werden nicht umsonst als beste Freunde des Menschen bezeichnet. Wie keine andere Tierart fügen sie sich in den menschlichen Alltag ein. Gerade aber weil man den Hund als Freund betrachtet und behandelt, sollte man auch bei der Auswahl dieses Freundes darauf achten, dass er aus einem guten Haus kommt.

 

Qualifizierte Züchter sorgen für gesunden Nachwuchs

Nicht immer lässt es sich verhindern, dass ein Hund bereits ab der Geburt körperliche Mängel aufweist. Bei bestimmten Hunderassen ist dies häufiger der Fall als bei anderen. Verstärkt werden solche Risiken dadurch, wenn bei der Auswahl der Elterntiere Fehler gemacht werden. Nicht umsonst gibt es für die verschiedenen Hunderassen jeweils spezielle Züchter. Dank des Zusammenschlusses in Verbänden wird das Wissen dieser Züchter von Generation zu Generation weitergetragen. Außerdem erfordert die Mitgliedschaft in diesen Verbänden in der Regel den Nachweis einer entsprechenden Befähigung, ehe man als Züchter innerhalb des Verbandes tätig werden darf. Auf diese Weise erhöht sich die Chance auf gesunden Nachwuchs um ein Vielfaches.

Anders sieht es dagegen bei vielen Hobby-Züchtern aus. Diese vermehren meist lediglich den Bestand an Hunden, ohne auf Fragen der Erbgesundheit zu achten. Außerdem verfügen diese meist nur über wenige Muttertiere. Entsprechend häufig werden dann Welpen von derselben Mutter ausgetragen. Bei Verbandszüchtern besteht dagegen so gut wie immer eine Limitierung in Bezug auf die zeitliche Abfolge von Schwangerschaften. Hat eine Hündin geworfen, so darf diese erst nach Ablauf einer bestimmten Frist erneut Junge bekommen. Auf diese Weise soll die Vielfalt des Erbgutes erhalten und Erbkrankheiten vermieden werden. Außerdem können die Hundemütter auf diese Weise wesentlich besser regenerieren.

 

Hunderassen haben ihren GrundHundezucht vs. Vermehrung: Wieso Hobbyhalter nicht züchten sollten!

Die Tatsache, dass Hunde sehr viel mehr als andere Tiere bereit sind, sich in ihrem Verhalten in den menschlichen Alltag einzufügen, machte sie im Laufe der Geschichte zum beliebtesten Haustier. Je länger die Beziehung Mensch-Hund andauerte, desto mehr Aufgaben übernahmen Hunde im Alltag. Von Wachhunden im Hof über Hütehunde auf der Weide bis zu Jagdhunden im Wald reichten die Aufgaben der Tiere. Hieraus entwickelten sich unterschiedliche Hunderassen, welche für diese einzelnen Zwecke speziell gezüchtet wurden. Für die verschiedenen Aufgaben waren unterschiedliche körperliche Attribute von besonderer Wichtigkeit. Bestimmte Rassen sollten besonders klein sein und andere vor allem ausdauernd. Je intensiver die Zucht im Hinblick auf bestimmte Zwecke betrieben wurde, desto umfangreicher wurden auch die Kriterien bei der Zucht. Aufgrund der im Laufe der Jahrhunderte entwickelten Spezialisierung der einzelnen Rassen und ihrer körperlichen Merkmale lassen sich nicht alle Rassen problemlos kreuzen. Neben angeborenen Haltungsschäden können hierbei auch eine Reihe anderer Gendefekte eintreten. Insofern erfordert die Zucht von gesunden Hunden ein hohes Maß an Wissen und Erfahrung.

 

Ein gesunder Hund – besser für alle Beteiligten

Nicht zuletzt wird durch die hobbymäßig betriebene Vermehrung von Hunden ein Überfluss an Tieren geschaffen, die niemand haben möchte. Denn anders als Züchter achten Privatleute in der Regel nicht auf die Entwicklung des Marktes. Kommen dann noch gesundheitliche Probleme bei den Tieren dazu, landen diese schnell in Tierheimen. Neben der Auswahl der passenden Elterntiere kommt es bei Hunden nicht zuletzt auch darauf an, sie in den ersten Wochen in der richtigen Form an das Leben mit Menschen zu gewöhnen. Auch in diesem Punkt handeln Hobbyzüchter oft äußerst nachlässig. Die Folge ist, dass man später als Halter sehr viel mehr Zeit in die Erziehung des Hundes investieren muss, wenn die Sozialisierung des Tieres im frühesten Stadium nur unzureichend oder gar nicht erfolgte.

Doch auch sonst rechnet es sich in der Regel nicht, aufgrund des niedrigeren Kaufpreises nicht bei einem eingetragenen Züchter zu kaufen. Wie beschrieben besteht eine hohe Chance, dass das Tier aufgrund unzureichender Kenntnisse gesundheitliche Probleme hat oder in seinem späteren Leben entwickelt. Die Folge sind hohe Kosten für tierärztliche Behandlungen. Außerdem haben solche Tiere oft eine deutlich niedrigere Lebenserwartung. Gesunde Hunde können dagegen fünfzehn oder auch zwanzig Jahre alt werden. Deshalb sollte man sich als zukünftiger Hundehalter immer vor Augen halten, dass man im Zweifel am falschen Ende spart, wenn man sich für den günstigeren Hund vom Hobbyzüchter entscheidet. Denn entscheidend sind beim Hund, wie bei allen anderen Haustieren auch, die laufenden Kosten. Und diese sind bei gut sozialisierten und gesunden Tieren deutlich niedriger.

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