“Mein Hund ist mein Spiegel” von Laurent Amann und Asim Aliloski

   © Alex Munteanu / Kats Makeup & Photography

Hunde wissen oft mehr als wir glauben oder ihnen zutrauen. Während Menschenaffen mit kommunikativen Gesten nichts anfangen können, haben Studien gezeigt, dass Hunde auf Zeigegesten und Blicke von Menschen reagieren und sie verstehen. Außerdem wissen die Vierbeiner intuitiv sehr genau, was sie tun müssen, damit der Mensch sich geistig und körperlich heilt und weiterentwickelt. Im Gegensatz zu Menschen leben Hunde stets im Einklang mit der Natur und wissen ihre Heilkräfte zu nutzen. Sie spüren die gleichen Emotionen wie Menschen, nur viel purer, klarer und unverfälschter.

Frau Hofbauers Hund

Frau Hofbauer leidet seit ihrer letzten Scheidung unter leichten Depressionen. Es fällt ihr schwer, diese Trennung alleine zu verarbeiten. Sie traut sich aber auch noch nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Dame lebt mit ihrem Rüden, um den sie sich gerade große Sorgen macht, gemeinsam in ihrer Wohnung. Seit Tagen frisst ihr Vierbeiner nichts mehr und liegt zurückgezogen und bedrückt auf seinem Plätzchen. Sie weiß nicht mehr weiter und verzweifelt von Tag zu Tag mehr. Ein Hundetrainer hat bereits in einem 10er-Block mit dem Vierbeiner trainiert, doch es hat sich nicht viel geändert. Er hat zudem herausgefunden, dass der Hund neuerdings Aggressionen entwickelt hat, für die es keinen offensichtlichen Grund gibt.

In diesem Fall spiegelt der Hund der Besitzerin ihr eigenes Verhalten. Sie zieht sich zurück, er tut das auch. Der Grund dafür: Der Rüde weiß intuitiv, dass sein Frauchen Hilfe braucht. Sie soll aufwachen, sich helfen lassen und etwas für ihre Heilung tun. Der Hund macht seine Besitzerin durch sein Verhalten aufmerksam und hofft, dass sie aktiv wird und sich selbst helfen lässt. Warum entwickelt der Hund jedoch ein Verhaltensproblem? Frau Hofbauer hat bislang nicht auf seine anderen Zeichen reagiert, die Dame wird daher nun intensiv mit der Frage konfrontiert, warum es ihrem Hund nicht gut geht.

Kommunikationsformen von Hunden

© Alex Munteanu / Kats Makeup & Photography
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Hunde haben mehrere Möglichkeiten, Menschen ihre Botschaft zu verraten. Sie kommunizieren ihre Bedürfnisse zum einen über die Stimme. So berichtete ein Hundebesitzer davon, dass sein Hund zwar niemanden auf der Straße verbelle, aber Zuhause keinen Besuch hereinlassen möchte. Der Besitzer, ein sehr aktiver Mensch, gönnt sich selbst kaum Ruhe und ist ständig unter Menschen. Mit dem Verbellen des Besuchs signalisiert der Hund, dass sein Herrchen sich Zuhause erholen und wieder zur Ruhe kommen soll. Meistens verstehen wir Menschen diese Art der Kommunikation nicht. Einige Hunde bellen schließlich recht häufig. Unser Tipp: Wenn Ihr Hund das nächste Mal aus unerklärlichen Gründen bellt, unterbinden Sie es nicht sofort, sondern hinterfragen Sie das Verhalten des Tieres. Könnte es einen Grund geben?

Eine weitere Möglichkeit der Kommunikation von Hunden ist die Körpersprache. Häufig beobachten Hundebesitzer augenscheinlich seltsame Verhaltensweisen ihres Hundes, etwa dass sich ihr Hund zunächst ohne ersichtlichen Grund zwischen sie und einen Fremden stellt. In allen Fällen kam im Nachhinein heraus, dass mit dem Fremden etwas nicht stimmte, er zum Beispiel unter Drogeneinfluss stand. Auch hier raten wir dazu, das Verhalten des Hundes zu hinterfragen und nicht sofort zu unterbinden.

Über ihre Emotionen kommunizieren Hunde, indem sie oftmals die gleichen Symptome wie ihre Besitzer zeigen. Das kommt häufig bei Depressiven wie Frau Hofbauer oder Dauergestressten vor. Die Tiere wollen damit verdeutlichen, wie der Mensch sich fühlt und dazu animieren, sich Hilfe zu suchen. Um zu unterscheiden, ob es sich um eine Emotion des Hundes oder um Ihre eigene handelt, sollten Sie in einem ruhigen Moment in sich hineinhören, z.B. meditieren. Wie geht es Ihnen selbst momentan? Sind Sie zufrieden? Müde? Gestresst? Oder zeigt Ihr Hund seine eigenen Emotionen?

Sieben Merkmale für ein Spiegelverhalten meines Hundes

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Schaffen Hunde es nicht, ihre Botschaften über Stimme, Körpersprache oder Gefühle zu kommunizieren, beginnen sie mit einem Spiegel-Verhalten. Dabei spiegeln sie entweder exakt den Besitzer oder das genaue Gegenteil. Das Spiegeln ist nicht immer leicht zu erkennen, schließlich haben Hunde ihre Eigenarten. An diesen sieben Anzeichen können Sie erkennen, ob Ihr Hund Sie spiegelt.

  1. Ihr Hund zeigt dieses Verhalten meist ausschließlich in Verbindung mit Ihnen und selten oder nie bei anderen.
  2. Sie haben erfolglos versucht, dieses Verhalten abzutrainieren.
  3. Die ganzheitliche Kommunikation hat nichts bewirkt. Sie haben sowohl das Bellen, die Körpersprache und die Gefühle ihres Hundes hinterfragt.
  4. Das Verhalten Ihres Hundes verschlimmert sich ohne ersichtlichen Grund.
  5. Sie haben das Gefühl, dass das Verhalten etwas mit Ihnen selbst zu tun hat.
  6. Andere Hunde, mit denen Sie häufiger zu tun haben, zeigen Ihnen gegenüber ähnliche Verhaltensweisen.
  7. Das Verhalten Ihres Hundes ist sehr unangenehm, es stört Sie und schränkt Sie ein.

Viele ziehen in solchen Fällen gerne Hundetrainer hinzu. Hilft das nicht und findet sich der Besitzer schließlich einfach mit der Situation ab, geht der Hund oftmals noch einen Schritt weiter. Das kann bis hin zu Krankheiten führen, die den Besitzer aufrütteln und zum Nachdenken bringen sollen. Manchmal übernimmt der Hund auch eine Krankheit seines Besitzers. Die Symptome halten solange an, bis der Mensch die Ursachen für seine eigenen Unpässlichkeiten gefunden hat und löst.


Über die Autoren:

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Laurent Amann ist Verhaltensbiologe, Tierkommunikator und Energetiker. In Österreich ist er als „Tierflüsterer“ bekannt. Er trainiert Tierbesitzer, ihr Haustier mit mehr Intuition zu erziehen und schafft neues Bewusstsein für die Seele der Tiere. Laurent Amann studierte Verhaltensbiologie in Luxemburg sowie Frankreich und arbeitete mehrere Jahre als Verhaltensforscher an der Universität Wien. Er war Tierflüsterer der Sendung „heute leben“ auf ORF und schreibt selbst als Fachjournalist für große Tiermagazine.
 
 
 
 
 
 
 
 
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Asim Aliloski ist Mentalcoach, Unternehmensberater und Inhaber des Kommunikationsunternehmens „BUDDHA PR“. Der zertifizierte Happiness- und Success-Coach arbeitete als Gesundheits- und Society-Journalist und war Chefredakteur von Lifestyle-Magazinen. Asim Aliloski untersucht die spirituelle Intelligenz und Potenziale des Menschen sowie seiner Seele. Er begeistert Menschen für ihr eigenes Seelenleben und inspiriert sie für ihre wahre Berufung. Zu seinen Klienten zählt der spirituelle Coach und Mentor: Unternehmer, Führungskräfte, Prominente, Arbeitslose, Sportler und Studenten aus dem In- und Ausland.
 
 
 
 
 
 
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Buchtipp
Erfahren Sie mehr darüber, was Sie von Ihrem Hund über sich selbst lernen können in dem neuen Buch „Mein Hund hat eine Seele. Was Ihr Hund schon immer sagen wollte und was Sie von ihm lernen können.“ von Laurent Amann und Asim Aliloski. Hintergrundinfos und News zum Buch finden Sie auf www.hundeseele.info

Bildquelle: © Alex Munteanu / Kats Makeup & Photography

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