Riesenschnauzer



auch bekannt als: Rußiger Bärenschnauzer

Riesenschnauzer
Bildquelle: Wikimedia Commons / Paul Kounine (mischivo) / Lizenz: CC BY-SA 3.0 / modifiziert
Stockmaß
60 - 70 cm

Gewicht
35 - 50 kg

Farben
schwarz

Lebenserwartung
11 - 12 Jahre

Funktion
Begleit-, Dienst- und Schutzhund

Gruppe
FCI-Nr. 2.2 / 181

Herkunft
Deutschland im Mittelalter





Bildergalerie


(1) - Hunderasse: Riesenschnauzer, Bildquelle: Nunne Bard
Bildquelle: (1) Nunne Bard

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Größe
Futter
Fellpflege
Aktivität
Freundlichkeit
Eignung als Wachhund

Eignung für Dressur



Allgemein


Erstmals wurde die Rasse 1909 in München präsentiert, damals noch als rußiger Bärenschnauzer (rußig = schwarz), gezüchtet wird sie aber schon seit Generationen in Süddeutschland. Sie sind ausgezeichnete Wärter, setzen ihre gewaltige Kraft für die Verteidigung ein. Zwischenzeitlich war der Riesenschnauzer fast von der Bildfläche verschwunden, gegen Ende des vorigen Jahrhunderts gewann er aber wieder an Bedeutung. Seit 1925 wird die Rasse als Diensthund anerkannt.

Charakter


Wesensmerkmale des Riesenschnauzers sind sein ausgeglichener und gutmütiger Charakter sowie sein treues Verhalten seinem Besitzer gegenüber. Er ist zudem verspielt und freundlich, eignet sich jedoch trotzdem nicht für eine Familie mit Kleinkindern, da er besonders in jungen Jahren großes Temperament und eine teilweise zerstörerische Energie aufweist, die auch beim Spielen durchkommen kann. Aufgrund seines lebhaften Wesens und seiner Größe, benötigt der Riesenschnauzer viel Platz und sollte auf keinen Fall in einer Wohnung gehalten werden. Hunde dieser Rasse sind schnell und ausdauernd und sollten in diesem Sinne auch ausreichend Bewegungsmöglichkeiten haben. Außerdem sind die Tiere intelligent und müssen deshalb auch auf geistiger Ebene gefordert werden.
Mit ihrem Selbstbewusstsein, ihrer hohen Belastbarkeit und ihrem Mut zeigen sich Riesenschnauzer auch als unerschrockene Wachhunde. Sie verteidigen ihre Familie um jeden Preis, können dabei jedoch nicht immer zwischen freundlichen und feindlichen Begegnungen unterscheiden. Dementsprechend benötigen die Hunde von Anfang an eine gute Sozialisierung, da sonst auch der Umgang mit Artgenossen problematisch werden kann.
Des Weiteren kommen bei den Hunden oftmals die Instinkte ihrer Vorfahren durch, sodass sie auch heute noch eine Leidenschaft für die Jagd nach Kleintieren haben.


Pflege


Das drahtige, harte Fell bedarf der mittleren Pflege. Der Riesenschnauzer ist zwar widerstandsfähig, neigt aber zu Hüft- und Schulterathritis.

Auslauf


Er kann zwar auch als Stadthund gehalten werden, braucht aber besonders dann viel Bewegung.

Historie


Besonders in Süddeutschland wurde der Riesenschnauzer früher gerne zum Treiben von Viehherden eingesetzt. Dabei erkannte man, dass er darüber hinaus viele begehrenswerte Charaktereigenschaften besitzt und außerdem zu beachtlichen Leistungen im Stande ist, sodass man ihn im Jahr 1913 auch zuchtbuchmäßig erfasste.
Der Riesenschnauzer wurde mit der Standard Nummer 181 von der FCI anerkannt und ist in der Systematik in Gruppe 2, Sektion 1 zu finden.


Erscheinungsbild


Der Riesenschnauzer ist ein vergrößertes und kräftigeres Abbild des Schnauzers. Er wirkt stark und etwas gedrungen. Die Widerristhöhe liegt bei Hunden dieser Rasse zwischen 60 und 70 cm, das Gewicht beträgt normalerweise 35 bis 47 kg.
Riesenschnauzer haben ein doppeltes Haarkleid. Unter dem dichten, eng am Körper anliegenden Deckhaar weisen sie ebenfalls sehr dichte Unterwolle auf. Insgesamt ist das Deckhaar sehr rau, drahtig und hart. Es ist kurz, bildet aber am Fang einen leichten Bart und sehr buschige Augenbrauen, die kennzeichnend für den Riesenschnauzer sind. Das Fell ist entweder schwarz oder pfeffersalzfarben. Dabei weisen die Hunde eine schwarze Maske auf.
Die Lebenserwartung der Tiere liegt zwischen 12 und 15 Jahren.


Haltungsansprüche


Seit 1925 ist der Riesenschnauzer aufgrund seiner vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten auch als Diensthund erkannt. Durch seine Belastbarkeit und sein Selbstbewusstsein eignet er sich gut als Gebrauchshund. Auch als Familien- und Begleithund findet der Riesenschnauzer aufgrund seines ausgeglichenen Charakters Verendung. Mit seiner Kraft und Ausdauer eignet er sich außerdem für einige Hundesportarten.


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