10 Fragen an Biggi Lechtermann, Autorin von „Danke, Dog! Ein Hund ist die beste Medizin“

   10 Fragen an Biggi Lechtermann, Autorin von "Danke, Dog!"

Hunde.de im Interview mit Biggi Lechtermann, Autorin von  „Danke, Dog! Ein Hund ist die beste Medizin

Biggi LechtermannIn Ihrem Buch „Danke, Dog!“ schreiben Sie darüber, wie Hunde das Leben von uns Menschen bereichern. Wie sind Sie auf die Idee zu diesem Buch gekommen?

Ich hatte mich mit meinem Verleger zum Mittagessen verabredet. Wir wollten uns endlich einmal wieder austauschen, über neue Projekte und Ideen sprechen. Meinen Hund hatte ich zu unserem Termin mitgenommen. Tilly, so heißt die Hundedame, freute sich über alle Maßen und wickelte mit ihrem Charme mal wieder meinen Verleger um den kleinen Finger! So unterhielten wir uns eine Weile über Hunde. Ich erzählte von welch unterschiedlicher Bedeutung, aber immer enormer Wichtigkeit, Tilly für jeden einzelnen in meiner Familie sei. Mal Jogging-Partner, dann Seelentröster. Sie macht einfach glücklich. Mein Verleger erzählte mir dann, dass Hunde heute immer mehr als Co-Therapeuten und Co-Pädagogen eingesetzt würden. Vielleicht hätte ich ja Lust zu recherchieren, auf welchen Gebieten Hunde heute tatsächlich überall Menschen helfen, ihnen guttun. Ich hatte nicht nur Lust, ich war begeistert!

Auf dem Buchcover sieht man Sie mit einem Tibet-Terrier. Ist das Ihr Hund? Erzählen Sie uns, wie der süße Vierbeiner in Ihr Leben getreten ist?

Ich hatte vor Tilly bereits einen Tibet-Terrier, der mich sogar häufig in meine damalige Fernsehshow „1, 2 oder 3“ begleitet hat. Als er nach 13 Jahren starb war die ganze Familie untröstlich. Er fehlte sehr. Ein Leben ohne Hund war für uns nicht nur ungewohnt, sondern nach einigen Monaten ganz unvorstellbar. So machten wir uns auf die Suche nach einem Welpen. Wir erfuhren über Freunde, dass es im Sauerland eine nette Familie gibt, die ebenfalls ganz vernarrt in Tibet-Terrier ist und dieses züchtet. Tatsächlich gab es genau zu der Zeit einen Wurf. Die Kleinen wuchsen mit Mama und Papa ganz kuschelig im Wohnzimmer der Familie auf. Gleich beim ersten Besuch krabbelte die kleine Tilly aus der Wurfkiste direkt in die Arme meine damals achtjährigen Tochter. Da war es um uns geschehen!

Sie schreiben auch über die vielen verschiedenen Talente von Hunden: Vom Flirtvermittler bis zum Krebsspürhund. Von welchen Hundetalenten haben Sie schon persönlich „profitiert“?

Mit Tilly an der Leine komme ich überall mit Menschen ins Gespräch, sie ist ein wahrer Magnet! Für mich ist mein Hund auch ein echter Anti-Aging-„Dogtor“, denn wir gehen viel spazieren oder joggen und so habe ich ausreichend Bewegung. Ohne Tilly würde ich irgendwann am Schreibtisch festkleben. Nicht zu vergessen: All die Glückshormone, die sie täglich bei mir freisetzt. In schwierigen Zeiten, besonders nach dem Tod meines Mannes, war sie für mich und besonders für meine Tochter ein Seelentröster.

Erzählen Sie uns etwas darüber, wie Sie von den verschiedenen medizinischen Einsatzmöglichkeiten von Hunden erfahren haben?

Für das Buch „Danke,Dog! – Ein Hund ist die beste Medizin“, habe ich zum einen Wissenschaftler, Ärzte, Lehrer, Psychologen aber auch Logopäden und Physiotherapeuten interviewt. Sie haben mir ihre neuesten Erkenntnisse und Forschungsergebnisse über die positiven Auswirkungen beim Einsatz von Hunden erzählt. Bei den Studien zum Thema: „Hunde können Krebs erschnüffeln“ hat mich besonders die hohe Trefferquote fasziniert und die Tatsache, dass wir Menschen derzeit über keine bildgebenden Geräte verfügen, die in so frühem Stadium bereits Krebs anzeigen, wie Hunde ihn riechen können. Auf der anderen Seite habe ich auch mit Menschen gesprochen, Menschen besucht, die jeden Tag nicht nur auf ihren vierbeinigen Partner angewiesen sind, die Hunde retten mitunter auch Leben: Diabetiker- oder Epilepsiewarnhunde verfügen hier wirklich über ein faszinierendes, angeborenes Talent. Ihre Besitzer schilderten mir sehr eindrucksvoll, wie ihre Begleiter Tag und Nacht aufpassen und rechtszeitig warnen. Sie alle lieben ihren Partner auf vier Pfoten und sind ihm unendlich dankbar.

In Ihrem Buch geben auch zahlreiche Prominente einen kleinen Einblick in ihr Leben mit Hund. Welcher Prominente hat Sie besonders mit seiner Geschichte überrascht?

Jede Geschichte ist auf ihre Art besonders! Ob von Barbara Becker, Erol Sander oder Birgit Schrowange. Überrascht hat mich, wie ein nach außen wirkender „harter Kerl“, wie der dreifache Boxweltmeister im Supermittelgewicht Markus Beyer ganz weich wird, wenn es um seine Labradorhündin Cookie geht.

Wie sind Sie „auf den Hund gekommen“? Wie und wann haben Sie ihre Liebe zu Hunden entdeckt?

Mein erster Hund ist vor 25 Jahren eher unverhofft in mein Leben getreten. Auch wenn schließlich eines Plans bedurfte, damit mein Mann mich mit einem Hund überraschte, den ich mir zuvor schon heimlich ausgesucht hatte. Diese wirklich lustige und abenteuerliche Geschichte, erzähle ich ausführlich im Buch. Mir haben schon einige Leser Mails geschickt und mich auch auf Facebook kontaktiert, weil sie über diese Story herzlich gelacht haben.

Ihr Buch wurde erst kürzlich veröffentlicht. Ganz ehrlich, gehen Sie auch schon mal in Buchhandlungen, um zu sehen, wie ihre Bücher präsentiert werden?

Jetzt haben Sie mich erwischt! Ich gebe bundesweit sehr vielen unterschiedlichen Menschen Präsentations-, Vortrags- oder Moderationstraining. Gerade war ich 10 Tage am Stück mit der Bahn in unterschiedlichen Städten in Deutschland unterwegs. Ja, und ich gebe zu, ich habe doch mal schnell in etlichen Bahnhofsbüchereien nach meinem Buch Ausschau gehalten.

Wie lange haben Sie an dem Buch „Danke, Dog!“ geschrieben?

Die Recherchearbeiten und Interviews haben viel Zeit in Anspruch genommen, alles in allem hat es bis zur Fertigstellung des Buches ein Jahr lang gedauert. Ich habe allerdings durch meine anderen Tätigkeiten nicht täglich am Buch arbeiten können. Aber die Arbeit an „Danke, Dog!“ war mir sehr wichtig, sie steckt voller Herzblut. Es sollte ein ganz besonderes Dankeschön an unsere besten, treuesten und ältesten Freunde werden!

Sie schreiben, dass ein Hund einen positiven Einfluss auf unseren Alltag hat. (Dem können wir als hunde.de Redaktion nur zustimmen.) Wie sieht ihr Alltag mit Hund aus?

Früh morgens schaut mich Tilly bereits erwartungsvoll an und guckt genau hin: „Zieht sie ihre Joggingschuhe an und nimmt die Laufleine oder greift sie zur Geldbörse und Spaziergehleine?“ Im ersten Fall freut sich unser Tibet-Terrier auf eine Laufrunde um den nahegelegenen Weiher, im zweiten auf ein Leckerchen beim Bäcker! Fahre ich ins Studio, freut sich gleich noch ein dritter, nämlich meine Nachbarin! Sie ist bereits im Ruhestand und macht mit ihr viele lange Spaziergänge. Dort hole ich sie dann am späten Nachmittag wieder ab.

Sind Lesungen geplant oder gibt es andere Termine und Möglichkeiten, bei denen Ihre Leser mit Ihnen in Dialog treten können?

Danke, Dog ist auf Facebook: www.facebook.com/DankeDog. Dort können die Leser nicht nur mit mir in Dialog treten, sondern uns auch erzählen, warum sie ihrem Hund besonders danken möchten! Wir freuen uns über alle Geschichten. Auch Lesungen sind geplant. Infos wird es auf Facebook rechtzeitig geben.

Liebe Frau Lechtermann, wir danken Ihnen ganz herzlich für die Beantwortung unserer Fragen. Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und Ihren Lesern viel Spaß beim Lesen.

Fotos: (c) Sandra Kottmann

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