Hund in der Küche

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Die Küche ist der Mittelpunkt der Familie, der Gemeinschaftsraum im Haus und der Ort, an dem man in geselliger Runde mit Gästen zusammen sitzt. Für die einen sind Haustiere in der Küche ein absolutes No-Go, für andere Familien gehört der Hund als vollwertiges Mitglied dazu und darf daher auch in der Küche an gemeinsamen Momenten teilhaben. Wer die Küche nicht als verbotenes Terrain mit einem lauten “Pfui” aus dem Hundeleben streichen möchte, findet hier wertvolle Tipps für die Einrichtung, Gestaltung und optimale Hygiene in einem Raum, in dem Lebensmittel und Haustier aufeinander treffen.

Hundegerechte Küchenplanung leicht gemacht

Sauberkeit spielt für die menschliche, aber auch für die tierische Gesundheit eine wichtige Rolle. Somit besteht eine tierfreundliche und hygienische Küche aus pflegeleichten Böden und Oberflächen, die robust sind und sich leicht reinigen lassen. Ob man die Fütterung von Hunden in der Küche bevorzugt oder vermeiden möchte, hängt ganz von der persönlichen Einstellung ab.

Offene Sockelleisten sollten in einer Einbauküche vermieden werden, da diese für den Hund ein großes Risiko bedeuten und Verletzungen begünstigen. Auf der Suche nach Leckereien oder einem Bröckchen Futter dienen die engsten Ritzen als erkundungswürdige Geheimverstecke. Auf ein Gaskochfeld mit offener Flamme, sowie auf die Lagerung von Lebensmitteln in offenen Regalen sollten Hundehalter verzichten. Ein Gasherd birgt eine hohe Verletzungsgefahr für den Hund und offen aufbewahrte Lebensmittel sind vor der Spürnase des geliebten Vierbeiners nie sicher. Auch bei der Planung der Arbeitshöhe sollte die adulte Größe des Hundes einfließen. Bei großen Hunden plant man die Platte lieber ein Stück höher, sodass die Nase nicht ständig neben dem Schneidebrett oder dem Butterbrot liegt. Ein fester Platz im Raum wird in Kombination mit konsequenter Erziehung zu einem Ort, an dem der Hund am Familienleben teilnimmt und dennoch nicht zum hygienischen Risiko oder einem Unfallquotient in der Küche wird.

Küchenausstattung für Hundehalter wird überlegt geplant

Darf der Hund am Familienleben in der Küche teilnehmen, wird er in der Regel auch in diesem Raum fressen. Spülmaschinenfeste, nicht rutschende oder umkippende Futter- und Wassernäpfe gehören zur Grundausstattung. Damit der Vierbeiner auch beim Essen nicht im Weg steht oder zur Stolperfalle auf dem Weg von der Arbeitsplatte zum Esstisch wird, stehen die Näpfe am besten an einem Ort, der für den Hund jederzeit zugänglich und kein Durchgangsbereich ist. Bei der Futterlagerung in der Küche sollten Hundehalter einen separaten Schrank wählen, der verschließbar und auch von erfindungsreichen Hunden nicht selbstständig zu öffnen ist. Jeder Hund lernt binnen kurzer Zeit, wie er eine einfache Schranktür öffnen und sich am Futter in der Menge bedienen kann, in der er es für richtig erachtet. Die Küche ist ein optimaler Ruheplatz für den Hund, der sich nah bei seiner Familie fühlt und nicht ausgesperrt wird. Gerade in Haushalten mit offener oder Wohnküche, in denen die Küche zum zentralen Mittelpunkt wird, fühlt sich ein Hund in seinem Korb im Wohnzimmer schnell verlassen und einsam.kaboompics_puppy_smells_the Der Hundekorb kann unter dem Tisch oder in einer ruhigen Ecke im Raum stehen und sollte mit einer einfach waschbaren Decke ausgelegt werden. Um den Hund vom Stöbern im Abfalleimer abzuhalten, muss dieser entweder hinter einer verschließbaren Schranktür oder als luftdichter und mit einem ausgeklügelten Mechanismus bedienbarer Behälter gewählt werden. Denn ein geruchsdichter Abfalleimer liefert auch dem neugierigsten Vierbeiner keinen Grund, sich im Mülleimer auf Futtersuche zu begeben und Entdeckungen zu machen.

Worauf kommt es in haustierfreundlichen Küchen an?

Kein Hund mag laute Geräusche und erschrickt sich, wenn die Schranktür unvermutet knallt. Leise zu schließende Schränke und Schubladen – idealerweise sogar mit einem Soft-Close-System ausgestattet, eignen sich gut, um diese Schrecksekunde mehrmals täglich für den Hund zu vermeiden.

Nachdem Gefahrenquellen ausgeschlossen und eine Küche ohne Verletzungsgefahr für den Hund geplant ist, geht es an die Manieren. Nichts verärgert mehr als ein Hund, der bei Tisch bettelt und seinem Willen mit lautstarkem Jaulen, Bellen oder Fiepen Nachdruck verleiht. Ein gut erzogener Hund liegt auch dann auf seinem Platz, wenn der Braten auf dem Esstisch verführerisch duftet oder für einen kurzen Moment unbeaufsichtigt auf der Arbeitsfläche liegt. Wird der Hund nie am Esstisch gefüttert, gewöhnt er sich die Unart des Bettelns gar nicht erst an und sieht entspannt zu, wie die Familie zu Abend isst. Hier ist – wie immer bei der Hundeerziehung – Konsequenz der Halter gefragt.

Hygiene – das A und O in der Haustierhaltung

In der Küche wird mit Lebensmitteln gearbeitet, wodurch dieser Ort zum Zentrum der Hygiene im Haus wird. Ein Hund ist, entgegen weit verbreiteter Meinungen, nicht schmutzig und kein Keimüberträger in der Küche, wenn Hundehalter einige Tipps beherzigen und ihren Hund adäquat erziehen. Die Hundenase hat nichts auf dem Esstisch oder der Arbeitsplatte, im Kühlschrank oder geöffneten Küchenschränken und auf Tellern zu suchen. Auch ein gut erzogener Hund lässt sich vom guten Duft einmal verleiten, wodurch die Säuberung der Oberflächen besondere Bedeutung gewinnt. Um herumfliegende Haare oder Schmutz von Draußen gar nicht erst in die Küche zu lassen, wird der Hund beim Nachhause kommen gebürstet und von losen Haaren, sowie Schmutz vom langen Spaziergang und Herumtoben befreit. Viele weitere Tipps zu Hunden (und anderen Haustieren) in der Küche gibt es auch im Magazin von Küche&Co.

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