Hundewäsche pflegen – worauf kommt es dabei an

   Hundewäsche pflegen

Nicht nur Menschen benötigen Wäsche, auch Hunde haben so einige Kleidungsstücke oder Liegeflächen aus Stoff, die zwischendurch gereinigt werden müssen. Besonders im Winter ist es bei älteren Hunden oder Tieren, die sehr empfindlich auf Nässe und Kälte reagieren, teilweise unumgänglich, ihnen Decken anzuziehen. Gleichfalls leiden die Liegekissen und Liegedecken in der nassen Jahreszeit wesentlich stärker unter feuchtem Fell und Schmutz, als im Sommer. Das bloße Ausbürsten der Polster reicht oft nicht mehr. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie diese Stücke gewaschen werden können und worauf Herrchen achten sollten. Dieser Artikel klärt auf.

Hundewäsche pflegen
Einige Hunde können im Winter warme Kleidung gebrauchen. Doch darüber hinaus sind auch noch andere Textilien für die Vierbeiner zu pflegen.

Hundewäsche waschen – Tipps im Überblick

Trägt der Hund eine Decke, einen Mantel oder andere Kleidungsstücke, gelten hier zuerst die Angaben des Herstellers. Die Stücke können aus so vielfältigen Materialien gefertigt sein, dass es unmöglich ist, einen gemeinsamen Rat zum Waschen zu finden. Dennoch gibt es einige Dinge, an die der Besitzer denken sollte:

  • Waschmittel – bei der Wäsche von den Kleidungsstücken – aber auch bei Kissen und Liegedecken – sollte auf ein gewöhnliches Waschmittel zurückgegriffen werden. Wer besonders vorsichtig ist und Bakterien abtöten möchte, kann spezielle Waschmittel mit antibakterieller Wirkung nutzen. Bei empfindlichen Hunden kann es helfen, die Wäsche nochmals zu spülen.
  • Weichspüler – weder Hundedecken noch Kissenbezüge oder Kleidungsstücke vom Hund sollten mit Weichspüler behandelt werden. Der mag für uns Menschen zwar gut riechen, kann aber die Hundenase reizen. Zudem ist es möglich, dass die Rückstände Hautprobleme verursachen.
  • Regendecken – gerade ältere Hunde oder Hunde mit langem Fell gehen im Winter häufiger mit Regendecken spazieren. Die sind imprägniert und können daher nicht in die Waschmaschine, ohne dass die Imprägnierung später wieder aufbereitet werden Hierzu gibt es Mittel zum Sprühen, die die wasserundurchlässige Schicht auf dem Stoff wiederaufbereiten. Einfacher ist es allerdings, diese Decken in den Fachhandel zu geben.
  • Kochwäsche – wer Hinterlassenschaften vom Spaziergang nicht nur beseitigen, sondern auch Bakterien abtöten möchte, kann die Wäsche natürlich kochen – sofern sie es erlaubt. Das ist vielfach aber nur bei Läufigkeitshöschen möglich, schicke Hundekleidung oder Kissenbezüge laufen in der Kochwäsche ein.

Wer imprägnierte oder anderweitig geschützte Decken reinigen lassen möchte, kann diese zum Teil in der Reinigung abgeben. Einfacher – und oft kostengünstiger – ist es jedoch, sich an einen örtlichen Reitsportladen mit Deckenservice zu wenden. Die Schmutzwäsche kann dort abgegeben und einige Tage später wieder abgeholt werden. In der Regel akzeptieren die Anbieter auch pferdefremde Wäsche – zumal viele Reiter ohnehin Hunde haben und diese Art von Deckenwäsche ein häufiger Wunsch ist.

Hundewäsche bügeln

Die normalen Kleidungsstücke eines Hundes können natürlich gebügelt werden, wenn sie trocken sind. Unbedingt notwendig ist das nicht, aber der Pulli eines Hundes sieht schöner aus, wenn keine dicken Falten im Stoff prangen. Liegedecken oder die Bezüge von Liegekissen brauchen nicht gebügelt werden. Generell sind aber ein paar Punkte zu beachten:

  • Temperatur – auf den Etiketten der Hundewäsche steht meist, wie sie gebügelt werden müssen. Zu heiß sollte die Temperatur nicht sein. Imprägnierte Decken dürfen gar nicht unters Bügeleisen.
  • Auf links – es hilft, die Stücke auf links zu bügeln. So hinterlässt das Bügeleisen keine Streifen im sichtbaren Stoff. Auch ist das Dampfbügeln von Vorteil, wobei vor allem ein guter Dampfdruck für gute Ergebnisse sorgt.
  • Keine Düfte – einige Personen mögen es, dem Bügelwasser Duftstoffe zuzusetzen. Darauf muss bei Hundewäsche verzichtet werden. Die künstlichen Aromen irritieren die empfindliche Hundenase.

Weitere Tipps zum Thema Hundewäsche

Kommt der Hund nach einem langen Spaziergang im Winter wieder, hat wohl jeder Hundehalter so manches Mal den Drang, das Tier gleich unter den Wasserschlauch zu stellen. Trägt er auch noch Decken oder schafft es, mit noch nicht abgeriebenen Pfoten direkt ins Kissen zu springen, kommt der nächste Horrorgedanke in den Sinn: Wie wird das sauber? Und wie kann diese Wäsche überhaupt in die Waschmaschine? Einige Tipps:

  • Trocknen lassen – schlammige Wäsche sollte zuerst an der Luft trocknen.
  • Abbürsten – Schlamm und Hundehaare werden vor der Wäsche mit einer harten Bürste abgerieben. Umso sauberer die Wäsche vor dem Gang in die Waschmaschine ist, desto besser. Alternativ können die Hundehaare auch abgesaugt werden. Das ist bei Liegedecken oder Hundekissen die beste Vorgehensweise.
  • Kopfkissen – auch wenn die Wäsche zuvor ordentlich abgebürstet wurde, es bleiben immer Haare zurück. Wer diese nicht in der Waschmaschine haben möchte, sollte die Hundewäsche in einen alten Kopfkissenbezug stecken und darin waschen.
  • Maschine reinigen – empfindliche Menschen, die generell Probleme haben, Hundewäsche in ihrer eigenen Maschine zu waschen, können sich selbst helfen, indem sie nach der Hundewäsche die Maschine einmal leer laufen lassen. Hierbei wird ein wenig Essig in die Maschine gegeben und die Temperatur auf Kochwäsche gestellt. Geruch, Schmutz und eventuelle Bakterien werden so aus der Maschine entfernt.
  • Trockner – gerade Liegedecken oder die Bezüge von Hundekissen dürfen natürlich nicht zu lange an ihrem angestammten Platz fehlen. Diese Artikel können in der Regel in den Trockner, allerdings sollte die Temperatur nicht zu hoch eingestellt werden.

Natürlich können bei Liegekissen ausschließlich die Bezüge gereinigt werden. Die Schaumstoff- oder Styroporkugeln im Inneren werden nicht gereinigt, sondern gegebenenfalls ausgetauscht.

Nasser Hund
Nässe kann einem Hund im Normalfall nichts anhaben – dies sieht in Einzelfällen im Winter anders aus. Dann ist besondere Pflege angesagt.

Fazit – sauber ohne Probleme

Es ist keine Raketenphysik, die Wäsche vom Hund zu reinigen. Gerade die Kleidungsstücke lassen sich oft wie normale menschliche Bekleidung waschen. Bei speziellen Decken, die gegen Wind und Regen schützen, ist ein wenig Vorsicht geboten. Es empfiehlt sich, diese Decken wirklich im Reitsportbedarf reinigen zu lassen, damit die schützende Beschichtung auf dem Stoff erhalten bleibt, beziehungsweise wieder professionell neu aufgetragen wird. Damit die eigene Waschmaschine bei der nächsten Wäsche mit menschlichen Kleidungsstücken nicht sämtliche Hundehaare abgibt, müssen Hundestücke vor dem Waschgang immer abgebürstet und enthaart werden. Kissenbezüge, in denen die Wäsche während der Wäsche verstaut wird, helfen ebenfalls, um die Maschine möglichst sauber zu halten.

Bildquellen:

Abbildung 1: @ itent (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ zuzano (CC0-Lizenz) / pixabay.com

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