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Vorsorge- und Routineuntersuchungen beim Hund

Regelmäßige Arztbesuche sind auch für Vierbeiner ein absolutes Muss. Gesunde Hunde sollten mindestens einmal pro Jahr gründlich durchgecheckt werden. Zur Routineuntersuchung beim Tierarzt zählen neben dem Abhören der Herztöne auch die Kontrolle von Zähnen, Krallen, Augen und Ohren sowie der Haut und dem Fell. Diese Untersuchung kann mit der jährlichen Impfung verbunden werden oder auch gesondert erfolgen.

Wenn die Untersuchung zur Routine wird

Ab dem dritten Lebensmonat sollten auch Hunde regelmäßig einen Tierarzt besuchen. Neben der Grundimmunisierung steht in den ersten Lebensmonaten besonders die korrekte Entwicklung im Vordergrund. Ein wichtiges Augenmerk legt der Tierarzt hierbei auf den Knochenbau und die Zähne des Tieres. Nicht ausfallende Milchzähne können so schnell entfernt werden, ohne Schäden an den nachfolgenden Zähnen zu verursachen. Ab dem zweiten Lebensjahr erfolgen Routineuntersuchungen einmal pro Jahr. Vom Entfernen des Zahnsteins bis zur Kontrolle der Ohren nach Entzündungen oder Parasiten leistet die Routineuntersuchung einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit des Hundes. Mit der Routineuntersuchung lässt sich auch das Kürzen der Krallen gut verbinden. Zum einen besitzt der Tierarzt hierfür das passende Werkzeug um den Hund nicht zu verletzen und verfügt zudem über die nötige Erfahrung im Umgang mit schwierigen oder ängstlichen Patienten.

Vorsorgeuntersuchungen auf das Leben des Hundes abstimmen

Besonderes Augenmerk auf eventuelle Krankheiten sollten Hundezüchter legen. Rüden und Hündinnen mit Erbkrankheiten werden so rechtzeitig von der Zucht ausgeschlossen. Für viele geplante Verpaarungen von Rassehunden ist eine vorher erfolgte gründliche Untersuchung sogar Pflicht. Darüber hinaus sollte der Hund auch vor der Ausübung von besonderen Belastungen wie zum Beispiel dem Hundesport Agility vom Tierarzt untersucht werden. Hierfür kann eine Röntgenaufnahme sinnvoll sein, um den Zustand der Gelenke zu überprüfen und gegebenenfalls die passenden Sportarten mit den Besitzern aussuchen.

Auf rassetypische Krankheiten achten

Inzwischen leiden auch viele Hunde unter Krankheiten wie Allergien. Symptome dafür können etwa starker Juckreiz, Haarausfall und Magendarmprobleme sein. Mit einem Bluttest ermittelt der Tierarzt die Auslöser und entwickelt individuelle Behandlungen. Darüber hinaus sind auch viele rassetypische Krankheiten wie Gelenkserkrankungen oder die besonders große Rassen betreffende Hüftdysplasie gut zu behandeln, wenn sie früh diagnostiziert werden. Wer über häufig auftretende Krankheiten bei der Rasse seines Hundes informiert ist, sollte bereits früh entsprechende Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen und sich vom Tierarzt über eventuelle Symptome aufklären lassen.

Ältere Hunde intensiv beobachten

Je nach Rasse und der damit verbundenen Lebenserwartung zählen große Hunde meist ab sieben Jahren und kleine Rassen ab neun Jahren zu den Senioren. Die Routineuntersuchungen finden nun präventiv alle sechs Monate statt. Hierbei konzentriert sich der Tierarzt besonders auf das Herz- und Kreislaufsystem des Hundes sowie die Gelenke. Um eine vorliegende Belastung festzustellen, ist es empfehlenswert eine dieser Untersuchungen im Hochsommer durchzuführen, um bei einer Auswirkung auf das Herz sofort zu reagieren. Änderungen im Verhalten wie Nahrungsverweigerung oder ständig auftretende Müdigkeit können ebenfalls Anzeichen eines organischen Leidens sein. Mit Bluttests oder Röntgenaufnahmen findet der Tierarzt die Ursachen und kann eine geeignete Therapie beginnen. Bei unkastrierten Tieren steigt mit zunehmendem Alter auch die Häufigkeit von Tumoren der Geschlechtsorgane und des Gesäuges. Regelmäßige Vorsorge beim Arzt und die eigene Beobachtung der Halter im Alltag ist daher neben einer artgerechten Haltung und gesunden Ernährung ein Garant für ein langes Hundeleben.
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Kommentare


papanemo schrieb am 09.04.2011 - 10:06 Uhr
Hallo,
noch eine Anmerkung zur Vorsorge (eigene Erfahrung).
Dusty mein Golden Retriver, ist vor der ersten Läufigkeit komplett Kastriert wurden. Vor nun 15 Jahren waren die Risiken der Toumorbildung noch nicht so beachtet wurden. Mein Rat an alle die Ihre Hündin kastrieren lassen, aller 2 Jahre Ultraschall des Gesäugegewebes durchführen zu lassen.