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Anatomie des Hundes

Die Anatomie unserer Hunde

Der Körper eines Hundes wird von drei großen Strukturen bestimmt: Kopf, Körper und Beine. Obwohl Hunde grundsätzlich die gleichen Organe wie Menschen aufweisen, differenzieren sie sich deutlich in Lage, Größe und Funktion. Körperfunktionen und -teile sind bei den über 500 Hunderassen grundsätzlich identisch, doch äußerlich gibt es enorme Unterschiede: Ein irischer Wolfshund hat zum Beispiel eine Schulterhöhe von etwa 32 Zentimetern – der Chihuahua misst dagegen nur etwa 12 Zentimeter. Dementsprechend groß und klein sind dann auch die Organe und Körperteile.

Auch in der Fellfarbe und Haardichte unterscheiden sich Hunde je nach Rasse stark. Die langhaarige Afghane und der Dalmatiner, der nur ein Deckhaar besitzt, sind nur zwei Beispiele hierfür. Der Körper kann von geraden oder gewellten Haaren bedeckt sein, die sich oft zu Borsten zusammenziehen. Steht das Tier unter Stress, richten sich die Nackenhaare entlang des Halses und der Wirbelsäule auf. Spezielle Sinneshaare, genannt Schnurrhaare, in der Nähe der Nase vergrößern den Tastsinn. Der Nutzen ist jedoch minimal, weil ein Hund sich selten auf seinen Tastsinn verlässt.

Der Körper jeder Hunderasse enthält die lebenswichtigen inneren Organe wie Herz, Lunge, Magen, Darm ebenso wie Fortpflanzungsorgane, Nieren und Blase. Die dreizehn Rippenpaare der Brust schützen unter anderem das Herz und die Lunge. Weitere Informationen zu den inneren Organen finden sie hier.

Der Kopf und das Gesicht

Bei Hunden gibt es zwei grundlegende Kopfformen. Unterschieden wird zwischen einem langen Schädel und langen Gesicht (dolichocephal) und einem breiten Schädel und einem breiten Gesicht (brachycephal). Dazwischen existieren mehrere Zwischenkopfformen (mesocephal). Hunde mit einem langen Gesicht, wie der Deutsche Schäferhund oder der Cockerspaniel können bis zu 20 Zentimeter lange Wangen haben. Im Gegensatz dazu liegt die Nasenspitze von Hunden mit einem breiten Gesicht wie beispielsweise dem Pekinesen oder dem Mops weniger als einen Zentimeter vor den Augen.

Hunde besitzen ein Raubtiergebiss mit 42 Zähnen. Sechs Paar scharfe Schneidezähne befinden sich in der vorderen Mundhöhle, flankiert durch zwei Paar Fangzähne (Eckzähne). Die restlichen Zähne sind Backen- und Mahlzähne.

Die Atemluft durchströmt auf dem Weg zur Lunge die Nasenhöhlen des Tieres. Diese Hohlräume sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet, welche die Nervenenden des Geruchsorganes enthält. Der Geruch gehört zu den wichtigsten Sinneswahrnehmungen des Hundes. Regelmäßig schnüffelt der Hund am Boden und in der Luft, um Gerüche von Objekten, Personen oder anderen Tieren wahrzunehmen. Die Riechschleimhaut eines Hundes ist etwa 30 Mal größer als die eines Menschen, kein Wunder, dass Hunde wesentlich besser riechen können. Das eigentliche Riechzentrum befindet sich im hintersten Teil der Nase.

Die Zunge eines Hundes ist ziemlich dünn und wird außer zum Fressen auch zur Fellpflege und zum Abführen von Körperwärme verwendet. Ein stark überhitzter Hund verschafft sich durch die heraushängende Zunge und dem Hecheln die notwendige Kühlung.

Teile des äußeren Ohres eines Hundes stehen entweder nach oben oder hängen herab. Hunde können nicht nur besser hören als Menschen, sie nehmen auch noch hohe Frequenzen wahr, die den Menschen verschlossen bleiben. Die Augen eines Hundes besitzt drei Augenlider, die wir eine Art Scheibenwischer die Pupille reinigen. Der Kopf ist über einen recht kurzen oder langen Hals mit dem restlichen Körper verbunden. Die Länge der Stimmbänder im Kehlkopf hat Einfluss auf die Lautstärke und Stimme eines Hundes.

Die Beine und der Bewegungsapparat

Die vier Beine eines Hundes teilen sich in Vorder- und Hinterläufe auf. Außer für die Bewegung benutzt ein Hund seine Beine zum Kratzen und Graben. Die Vorderbeine sind über ein schmales Schulterblatt mit dem Körper verbunden. Der obere Teil bildet mit dem Oberarmknochen das Schultergelenk. Die unteren Vorderbeinknochen Radius und Ulna sind an zwei Punkten miteinander verbunden und agieren als ein einziger Knochen. Die Pfote besitzt fünf Zehen. Ein Zehennagel am Ende jeden Fußes bildet die Kralle. Eine von ihnen, die hintere Kralle (Afterkralle), steht zu hoch, um von Nutzen zu sein. Mit den Fußwurzel-, Sohlen- und Zehenballen berührt das Tier den Boden. Die Hinterbeine sind über die Beckenknochen mit dem Körper verbunden. Das Gelenk, welches das Wadenbein mit dem Hinterfuß verbindet, wird Sprunggelenk genannt.

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Kapitel zum Thema "Hunde-Anatomie"

Das Nervensystem des Hundes

Das Nervensystem

Das Nervensystem unserer Hunde ist für alle relevanten Funktionen des Körpers zuständig.
Hundegebiss

Das Gebiss

Haben die verschiedenen Hunderassen unterschiedlich ausgeprägte Zähne? Wie viele Zähne hat ein Hund eigentlich?
Hundeohren

Das Gehör

Unter den Hunderassen variieren Form und Größe der Ohren teilweise stark. Hören Hunde eigentlich gut?

Nase der Hunde

Der Geruchssinn

Hunde haben eine ganz besonders feine Nase. Sie ist wesentlich empfindlicher als die des Menschen.
Hundeaugen

Die Augen

Zwischen Hunden und Menschen gibt es wesentliche Unterschiede in der visuellen Wahrnehmung der Umgebung.



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