Hellinikos Ichnilatis



auch bekannt als: Griechische Bracke; Griechischer Laufhund

Hellinikos Ichnilatis
Bildquelle: Wikimedia Commons / Georging91 / Lizenz: CC BY-SA 3.0 / modifiziert
Stockmaß
zwischen 44 und 56 cm

Gewicht
bis zu 21 kg

Farben
schwarz mit loh

Lebenserwartung
10-14 Jahre

Funktion
Laufhund

Gruppe
FCI-Nr. 6.1 / 214

Herkunft
Griechenland





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Größe
Futter
Fellpflege
Aktivität
Freundlichkeit
Eignung als Wachhund

Eignung für Dressur



Charakter


Der Hellinikos Ichnilatis gehört zu einer sehr selbstständigen Hunderasse. Er kann allein Entscheidungen treffen und hat zudem einen ausgesprochen großen Jagdtrieb, was ihn zu einem guten Jäger macht. Die Hunde sind im Umgang mit ihren Besitzern trotzdem sehr anhänglich und treu. Sie sind auch Fremden gegenüber freundlich, aber eher zurückhaltend gestimmt. Im Kontakt mit Artgenossen verhalten sie sich sozial.
Außerdem sind Tiere dieser Rasse lebendig und sehr wachsam. Bekannt ist der Hellinikos Ichnilatis außerdem für seine ausdauernde und robuste Art und seine Neugier und Mut. Mit dem ausgeprägten Jagdtrieb ist der Hellinikos Ichnilatis jedoch nicht für Anfänger geeignet und sollte hauptsächlich zu Jagdzwecken gehalten werden, um seinem Charakter treu zu bleiben.


Historie


Der Hellinikos Ichnilatis hat seinen Ursprung aus Griechenland und wird übersetzt in Deutschland auch Griechische Bracke oder Griechischer Laufhund genannt. Dort wurde er für die Hasenjagd gezüchtet. Die Hunderasse entstand aus einer Kreuzung zwischen griechischen Laufhunden, dem Jura Laufhund und dem Segugio Italiano.
In Deutschland und selbst in Griechenland sind die Hunde sehr unbekannt und deshalbkaum verbreitet.
Die Hunderasse wurde 1959 von der FCI anerkannt und ist in der Systematik immer noch die einzige Rasse aus Griechenland. Sie ist in die Gruppe 6, Sektion 1,2 eingeordnet und trägt die Standard Nummer 214.


Erscheinungsbild


Der Hellinikos Ichnilatis ist ein mittelgroßer Laufhund aus Griechenland. Rüden dieser Rasse erreichen eine Widerristhöhe zwischen 47 und 55 cm, Hündinnen sind mit 45 bis 53 cm etwas kleiner. Das Gewicht der Tiere liegt zwischen 17 und 20 kg. Sie wirken stark und kräftig.
Das Fell der Hunde ist kurzhaarig, glatt und eher hart. Es liegt dabei eng am Körper an. Die Farbvarianten sind Schwarz und Lohfarben. Teilweise ist an der Brust ein weißer Fleck vorzufinden.
Die Lebenserwartung der Tiere liegt zwischen 10 und 14 Jahren.


Haltungsansprüche


Der Hellinikos Ichnilatis überzeugt als Laufhund besonders mit seinem hervorragenden Geruchssinn und seiner Widerstandskraft. Er ist ein aktiver Jäger und kann seine Fähigkeiten sogar in Bergen und Felsen zeigen. Zudem ist er, was seine Aktivität angeht, eher ernst angelegt, sodass er zwar ausreichend Ausdauer hat, aber sich trotzdem nicht unbedingt für den Hundesport eignet.
Aus diesen Gründen sollte er auch nicht als Familienhund gehalten werden, obwohl er kinderlieb und gehorsam ist. Seine ursprünglichen Triebe sollten im Vordergrund stehen.
Der Hellinikos Ichnilatis kann bei entsprechender Erziehung auch als Wachhund eingesetzt werden.



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Kommentare


Andrea mit Bonny schrieb am 27.03.2015 - 17:41 Uhr
Ja, so sind unsere Hellinikos Ichnilatis ;)
Meine steht gerade neben mir, tanzt um meinen Schreibtischstuhl, wufft mich an: Beschäftigung ist gefragt, obwohl wir gerade schon eine Runde mit dem Fahrrad gemacht haben. Das bedeutet Kopfauslastung: mach was mit mir.
Unsere Bonny wird jetzt 2 und ist in Griechenland mit 3 Geschwistern mit ca. 3 Wochen in der Mülltonne in einer Plastiktüte gefunden worden. Die griechische Tierschutzorganisation Zante Strays hat alle aufgepäppelt und nach Deutschland geflogen. Alle sind vermittelt uns wohlauf. Unsere Lady war die letzte, wir haben sie mit 13 Wochen bekommen. Da wir ein Goldie-Omi, jetzt 13 Jahre alt, als Erziehungsunterstützung hatten, und Bonny mit der Flasche von Menschenhand aufgezogen wurde, ist sie so eine lieb Maus - unglaublich!
Aber auch bei uns stimmt die Beschreibung sehr!
Durch ihr freundliches und zuvorkommendes Wesen habe ich mich getraut mit ihr eine Ausbildung zum Therapiehund zu starten. Nun sind wir fast fertig, sie ist ein Traum, und haben unsere Unterordnungsprüfung mit Bravour bestanden. 2 Jahres stetiges Training, viel Kopfauslastung (auch mag sie viele Tricks, aber nicht alle). Ich kann sie inzwischen sogar von einem Jagdtrieb abrufen. Dazu haben wir uns allerdings vor einem Jahr entschieden, mit professioneller Hilfe, ein Erziehungshalsband (Vibration und brummen) anzuschaffen, weil sie mir 3 mal gefährlich über die Strasse gerast ist, einfach so zum Rennen. Sie hat so schnell kapiert, dass ich doch noch Kontakt zu ihr habe, auch wenn sie weiter weg ist, und es sich lohnt ganz schnell zu mir zurück zukommen. In der Zeit hat sie ihr Futter nur von mir unterwegs bekommen.
Sie geht so sensibel mit Menschen und Tieren um! Brauch dann allerdings auch ihre freie Zeit in unserem großen Garten: frei schnüffeln, ich kann machen was ich will, keiner sagt mir was.
Jetzt liegt sie im Korb und schläft. :-)
Ich bin so froh sie bei uns zu haben!
Allen viel Freude mit ihren Fellnasen!
Alex schrieb am 25.02.2015 - 10:01 Uhr
Hallo liebe carmen,

Emma zieht auch noch gerne ab und an an der Leine, aber es wird. Im Prinzip müssen diese Hunde ihre Entscheidung selbst treffen, die Konsequenz abwägen und entscheiden was jetzt und dann auch in Zukunft der klügste weg ist. Wenn er also zieht, stehen bleiben bis er nachgibt und die Leine locker ist. Erst dann weiter gehen, das dauert und ist sehr anstrengend aber es fruchtet. Richtungswechsel und dem Hund vor die Füße laufen ist auch gut. Er muss merken, OK wenn ich ziehe komme ich nicht weiter. Und wichtig, nicht reden. Er muss selbst dahinter steigen. Und zudem würde ich wirklich bei dieser Rasse an Anfang mit Schleppe arbeiten. Da gilt dasselbe Prinzip, wenn er in die Leine rennt oder zieht Richtungswechsel oder stehen bleiben. Emma hat nach den dritten mal kapiert, wenn ich stehen bleibe soll sie zu mir kommen und dann natürlich belohnen. Irgendwann kommen dann die Kommandos dazu. "Hier" "komm"... Aber bitte nicht unterkriegen lassen;-) bei Emma hat alles super geklappt, so dass ich die Schleppe sogar los lassen konnte und nach 3 Wochen meinte Madame dass sie nun machen kann was sie will. Jetzt ist sie wieder fest an der Schleppe, was natürlich ganz dramatisch ist und sie bestraft mich jetzt indem sie ihr essen heute früh verweigert hat. Das ist typisch und wird nicht das letzte mal passieren. Was ich noch empfehlen kann um die Bindung zu festigen, ist Mantrailing. Sie werden total ausgepowert und du arbeitest mit ihnen zusammen und sie dürfen das machen wofür sie geboren wurden ;-)
Carmen schrieb am 22.02.2015 - 02:02 Uhr
Ich musste gerade laut lachen als ich die Kommentare gelesen habe bezüglich ´verfressen´, stur, schlau, Nase immer am Boden, absolut unbestechlich auch mit den leckersten Leckerlis..., jaaa, genau so ist unser ´Ouzo´ den wir vor 4 Monaten im Alter von ca. 4,5 Monaten im Pelion aufgelesen und mitgebracht haben!Er war nur Haut und Knochen mit ca. 4 kg und jetzt ist er bei 17 kg angekommen! Mal sehen was da noch geht...!
Er ist ein absolut selbstständig denkendes und planendes Wesen. Er organisiert sein Dasein soweit es machbar ist, und wenn es nicht so läuft wie er es haben will dann gibt es absolut nervtötende Winseltirraden (im Ton wie ein Zahnarztbohrer...), und es dauert eine lange Weile bis er es akzeptiert daß es jetzt nicht so sein kann wie er es gerne hätte!
Er ist unwahrscheinlich kontaktfreudig und freundlich zu jedermann und jedem Hund! Aber Kommandos im Freien will er noch nicht befolgen, nur im Haus! Und an der Leine entwickelt er eine unglaubliche Kraft daß ich ihn fast nicht mehr halten kann! Ich überlege gerade die Anschaffung eines Zughalsbandes..!?! Hat mir jemand einen Tip wie ich ihn dressieren soll?
Liebe Grüße von Carmen und Ouzo
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