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Hovawart


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Hovawart
Bildquelle: Wikimedia Commons / losch / Lizenz: CC BY-SA 3.0 / modifiziert
Stockmaß
58 - 70 cm

Farben
Schwarzmarken, schwarz und blond

Lebenserwartung
14 Jahre

Funktion
Gebrauchs-, Familienhund

Gruppe
FCI-Nr. 2.2 / 190

Herkunft
Deutschland





Videogalerie





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Größe
Futter
Fellpflege
Aktivität
Freundlichkeit
Eignung als Wachhund

Eignung für Dressur



Allgemein


Der Hovawart ist eine sehr alte deutsche Gebrauchshunderasse. Der Name stammt aus dem Mittelhochdeutschen : Hova = der Hof und wart = der Wächter. Seit 1922 wurde diese Rasse unter Verwendung von typmäßig ähnlichen Hunden, die man auf Bauernhöfen noch vorfand, neu herausgezüchtet. Außerdem wurden Einkreuzungen von Deutschen Schäferhunden, Neufundländern, Leonberger und weiteren Hunderassen in den Letzten Jahren der Zucht vorgenommen. Durch starke Selektionsmaßnahmen wurde der Ursprüngliche Gebrauchshundetyp wieder erreicht. Im Ursprungsland wird auf den Gesundheitszustand des Hovawarts sehr großer Wert gelegt. Insbesondere ist die Hüftgelenksdysplasie durch jahrzehntelange Selektion auf HD-freie Tiere bis auf wenige Prozent zurückgedrängt worden. Es wird erwartet, daß diese Bemühungen in allen Hovawart-Zuchtvereinen Nachahmung findet.

1995 gehörte die Rasse zu den 15 beliebtesten Hunderassen in Deutschland.

Charakter


Der Hovawart hat einen freundlichen Charakter und ist sehr menschenbezogen und kontaktsuchend. Er ist ein treuer – teilweise auch anhänglicher – Freund seiner Familie, der durch Zuverlässigkeit und seine Pflegeleichtigkeit überzeugt.
Trotzdem ist er nicht für Anfänger geeignet, da er aufgrund seiner Willensstärke und nur mäßiger Bereitschaft zu Unterordnung nicht immer leicht zu führen ist. Eine konsequente Erziehung ist unbedingt notwendig, um sein Selbstbewusstsein und seinen Eigenwillen im Zaum zu halten. Gerade auf Bedrohung oder Zwang reagiert er verstört, sodass die Erziehung nicht nur straff, sondern auch sehr einfühlsam und auf einer engen Vertrauensbasis erfolgen sollte.
Insgesamt verhält sich der Hovawart angenehm und ausgeglichen. Obwohl er in der freien Natur viel Temperament und Lebensfreude zeigt, kann er sich im Haus anpassen und bleibt dort eher ruhig – zumindest wenn er sonst genug Bewegungsmöglichkeiten hat. Mit seiner Lebhaftigkeit eignet er sich deshalb als guter Begleiter für sportliche Freizeitaktivitäten, die ihn in seiner Ausdauer und Wendigkeit fordern.
Der Hovawart ist ein zuverlässiger Wächter, der sich gerne um seine Familie, Haus und Hof kümmert. Er ist aufmerksam und braucht geistige sowie körperliche Auslastung, weshalb ihm diese Arbeit Freude macht.


Pflege


Der Hovawart ist ein pflegeleichter Hund. Abgesehen vom Fellwechsel muss er durchaus nicht jeden Tag gebürstet werden, weil sein Fell wegen des geringen Anteils an Unterwolle nicht zum Verfilzen neigt.

Auslauf


Ansprüche stellt er allerdings an die Bewegung und die Beschäftigung, die man ihm verschafft: täglich mindestens eine Stunde zusammenhängender Lauf, dazu drei bis vier "Entsorgungsrunden".
Radfahren oder Joggen ist eine tolle Sache für Mensch und Hund.

Besonders wichtig ist das tägliche Spielen mit dem Hund, wobei sich wunderbar die Beziehung zu ihm aufbauen lässt . Ihn einfach nur im Garten laufen zu lassen, ist für einen so arbeitsfreudigen Hund viel zu wenig.

Historie


Seit dem 15. Jahrhundert wird der Hovawart als Gebrauchshund eingesetzt. Besonders als Beschützer gibt er ein hervorragendes Bild ab, was ihm auch seinen Namen einbrachte: Das Wort Hovawart stammt ursprünglich aus dem Mittelhochdeutschen und steht für Hofwächter. Seit 1964 ist der Hovawart mit der der Standard Nummer 190 von der FCI anerkannt und der Gruppe 2, Sektion 2,2 zugeordnet.

Erscheinungsbild


Beim Hovawart handelt es sich um einen mittelgroßen, Kraft ausstrahlenden Hund. Sein Körper ist gestreckt. Die Widerristhöhe der Hunde liegt bei Rüden zwischen 63 und 70 cm, bei Hündinnen zwischen 58 und 65 cm. Das Gewicht der Tiere beträgt je nach Größe und Geschlecht 25 bis 45 kg. Auch in Kopfform und Körperbau weisen die Geschlechter deutliche Unterschiede auf.
Obwohl das Fell des Hovawarts keine Unterwolle hat, ist es kräftig. Normalerweise zeigt das mittellange Haar leichte Wellen und liegt am Körper an. An vielen Körperpartien wie Brust, Bauch oder Rute ist das Haarkleid besonders lang. Insgesamt tritt der Hovawart in drei Farbschlägen auf: Schwarzmarken, Schwarz oder Blond. In allen drei Fällen ist es glänzend.
Die Lebenserwartung der Hunde liegt bei etwa 13 Jahren, wobei die Hunde auch in hohem Alter noch recht fit sind.


Haltungsansprüche


Der Hovawart wird aufgrund seines freundlichen Wesens und seiner Fröhlichkeit gerne als Familienhund gehalten.
Da er eine hohe Konzentrationsfähigkeit und Auffassungsbereitschaft ausweist, wird er auch im Schutzdienst eingesetzt. Allerdings verfügt er über nicht so ausgeprägte Triebe wie andere Gebrauchshunde und verträgt auch nicht unbedingt eine hohe Belastung.
Durch sein Temperament und seine Ausdauer sind die Tiere gut im Hundesport. Dabei liegt es jedoch am Besitzer, ob die Hude sich genug angesprochen und gefordert fühlen, um in ihnen die nötige Motivation und die Triebe zu erwecken, was nicht immer einfach ist.



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Kommentare


Volker Steinberg schrieb am 09.08.2016 - 18:29 Uhr
Ich besitze seit 12 Monaten eine 14 Monate alte Hovwart Hündin. Zunächst möchte ich mit einem Vorurteil aufräumen, dass der Hovwart nur für einen erfahren Hundeprofi geeignet ist, mit gesundem Menschenverstand kommt man auch ganz schön weit. Meine Hündin war noch nie krank, hat sich nicht verletzt und ist noch nie weggelaufen, obwohl sie die Gelegenheit gehabt hätte. Klar sind ausgiebige Spaziergänge Pflicht, genauso wichtig ist aber der Kontakt und das ungezwungene Spiel mit andern Hunden. Ich würde meine Hündin als sehr gut sozialisiert bezeichnen, was auch dem Umgang mit Menschen zu Gute kommt. Ausserdem Läuft die Hündin, wo es die Umstände erlauben immer ohne Leine. Dadurch hat sich eine gute Leinenführigkeit von selbst ergeben. Ich kann eine Hovawart Hündin als Familienhund nur empfehlen, er ist auch als Schmusewart geeignet.
Mit Hovawart Rüden habe ich leider keine Erfahrung. Das Problem ist immer, ich betone am anderen Ende von der Leine.
PS ich bin 71 Jahre
peter pan schrieb am 24.08.2013 - 22:08 Uhr
Wir haben seit etwas mehr als 4 Jahren einen Hovi-Rüden im Haus. Obige Beschreibung gibt u.E. durchaus ein realistisches Bild wider, das Thema "Bin von der anstrengenden Sorte" kommt allerdings viel zu kurz.
Die Anhänglichkeit und das ggü. uns nur lieb zu benennende Verhalten des Knaben, lassen auch das häufig auftretende Verlangen ihn zu erwürgen immer, stets und sofort komplett verschwinden. Wir hatten vorher noch keinen Hund, werden aber höchstwahrscheinlich keine weitere Hunderasse mehr akzeptieren können.
Einen Hovi kann man nicht kaufen, man muss ihn sich nach Erwerb erst verdienen. Hat man das geschafft, wird man jeden Tag aufs Neue reich belohnt!
Einmal Hovi, immer Hovi, for sure.
Tassilo Dedters schrieb am 23.10.2012 - 19:09 Uhr
meine mama züchtet seid ca 35 jahren hund,
u.a auch hovawarte!!
es sind ganz tolle und liebe iere!!keiner der welpen wird später andere hunde beissen
oder auf menschen los gehen !!
der hovawart ist eher so wie 5 freunde und....
na TIMMI der hund !!!
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