Ernährung von Welpen

Ernährung für Welpen: Worauf solltet ihr achten?

Ein Welpe wächst sehr schnell. Er verändert sich jeden Tag und es ist eine Freude, dem vierbeinigen Familienmitglied beim Wachsen zuzusehen. Große Aufgabe von jedem Frauchen und Herrchen ist es, den Hundenachwuchs in der Frühphase zu unterstützen und alle Bedingungen dafür zu schaffen, damit aus dem quirligen Welpen ein gesunder, starker Junghund wird. Die Ernährung spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Wie beim Züchter - so daheim, jedenfalls zunächst

Beim Züchter wird der kleine Hund bereits ab der fünften Woche zugefüttert, dass heißt er erhält neben der Muttermilch festes Futter. Oft handelt es sich dabei um Trockenfutter, das noch zusätzlich in Wasser eingeweicht wird. Diese Fütterungsmethode ist sinnvoll, denn Trockenfutter quillt im Magen und kann manchmal unangenehme Blähungen hervorrufen. In jedem Fall solltet ihr aber zunächst das kleine Kerlchen mit der Futtersorte versorgen, die er oder sie bereits beim Züchter erhalten hat. Eine Umstellung auf eine andere Futtersorte könnt ihr dann stufenweise vornehmen.

Nass- oder Trockenfutter?

Grundsätzlich enthalten alle Fertigfuttersorten, sowohl Nass-, als auch Trockenfutter, die ganze Palette an notwendigen Nährstoffen und zwar in der richtigen Zusammensetzung. Da Welpen besondere Bedürfnisse, unter anderem einen hohen Energiebedarf haben, sollst du in den ersten Monaten nur Futter aus dem Junior-Programm der Hersteller verabreichen. Nassfutter entspricht grundsätzlich mehr der natürlichen Ernährung der Hunde und eignet sich deswegen gut als Hauptmahlzeit. Eine gute Idee ist es, Dosenfutter mit Reis- oder Gemüseflocken zu mischen, die vorher mit kochendem Wassern aufgebrüht werden. So bekommt euer kleiner Welpe eine leckere und warme Mahlzeit. Trockenfutter darf auch auf dem Speiseplan nicht fehlen, denn Knabbern ist für den zahnenden Hund gesund und wichtig.
Ernährung für Welpen
Wenn barfen, dann richtig!

Bei der Rohkosternährung, genannt BARF, scheiden sich die Geister. Einerseits ist der Verzerr von Rohfleisch in der freien Wildbahn selbstverständlich. Andererseits blicken Hunde auf Jahrtausende der Domestizierung zurück, die Auswirkungen auf die Ernährungsgewohnheiten und somit die Verdauung der heutigen Vierbeiner hat. So besteht bei der Fütterung mit Rohfleisch immer eine Infektionsgefahr. Es kann Salmonellen, Parasiten oder Bandwurmarten enthalten, die dem Hund schaden. Durchfall oder Erbrechen können die Folge sein. Bei einem Welpen ist es daher ratsam, das Fleisch zu kochen und es in mundgerechte Häppchen zu schneiden. Mit Gemüse- oder Reisflocken und etwas Brühe – allerdings ohne Gewürze – schmeckt die Mahlzeit dem Welpen gut. Beachtet bitte, dass Hunde kein rohes Schweinefleisch fressen sollten, da hier die Ansteckung mit dem gefährlichen Aujeszky-Virus besteht. Auch solltest du beim Barfen nicht vergessen, zusätzlich Mineralien und Vitamine zu füttern. Am besten ist ein Vitamin- und Mineralkomplex, der speziell für Welpen entwickelt wurde.

Welpenmahlzeiten: Wie viele Portionen und wie groß?

Kleine Welpen brauchen mehrere Mahlzeiten pro Tag. Ein zwei bis drei Monate alter Welpe soll bis zu fünf Mal täglich sein Häppchen bekommen. Die Zahl der Mahlzeiten wird im Laufe der nächsten Monate reduziert, sodass ein sechs Monate alter Junghund mit drei Mahlzeiten pro Tag zufrieden ist. Nicht einfach ist es abzuschätzen, wie groß die Portionen sein sollen, denn manche Leckermäulchen können nie genug von ihrem Futter bekommen. Als Faustregel gilt: Ein Welpe soll seinen Napf innerhalb weniger Minuten leeren. Das Hundekind darf weder zu mager aussehen, noch mit einer Fettschicht bedeckt sein. Wenn euer Welpe bettelt, müsst ihr noch lange keine Angst haben, dass der Kleine hungrig ist.

Trinken - Wie viel und was?

Flüssigkeit soll dem Welpen immer ausreichend zur Verfügung stehen und zwar in einem sauberen Napf, täglich ein paar Mal gewechselt. Zum Trinken ist normales, raumtemperiertes Leitungswasser optimal. Es sollte also weder zu kalt, noch zu heiß sein. Bei Magen- und Darmproblemen kannst du dem Hund lauwarmen Kamillentee geben, dieser wirkt beruhigend und entzündungshemmend.

Bei der Ernährung von deinem Welpen sind mehrere wichtige Dinge zu beachten. Vor allem sollte der Welpe nur Futter erhalten, das auf seine Bedürfnisse optimal abgestimmt ist. In kleinen Portionen und mehrfach pro Tag füttern ist gesund. Der kleine Vierbeiner sollte zudem ständig Zugang zu frischem Wasser haben.

Merkliste:

  • Futter für Welpen oder spezielle Juniorangebote sind ideal
  • mit aufgebrühten Reis- oder Gemüseflocken mixen, damit die Mahlzeit nahrhaft und warm ist
  • beim Barfen an zusätzliche Vitaminen und Mineralien denken
  • in kleinen Portionen und mehrfach am Tag füttern
  • frisches Wasser ständig zur Verfügung stellen
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